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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Vertheidigungs-Anstalten gegen einen bloßen Handstreich gerichtetwaren, und auch hierzu nur die Hauptfestung vorbereitet wurde,da auf Befehl des Generals der Schäferberg — im N. O. derStadt — von dessen Besitz die Erhaltung der Stadt selbst ab-hing, desarmirt worden war. Nur zum kleinen Theil waren Pal-lisaden vorhanden, die Zugbrücken nicht im Stande, die Kasemattenunbewohnbar, die bombenfeste Eindcckung der Magazine unterlas-sen; es fehlte gänzlich an Brennmaterial; Munition war nochnicht angefertigt. Bei einem Versuch zur Inondation hatte dasplötzlich eingetretene Thauwetter die einzige Schleuse weggerissen,und eine Reparatur derselben war in der damaligen Jahreszeitgänzlich unmöglich, durch die fehlende Inondation aber der öst-liche Theil der Stadt seines Hauptvertheidigungsmittels beraubt,und beinahe ganz offen. Um diesen Verlust einigermaßen zu er-setzen und die Stadt wenigstens gegen einen Handstreich zu sichern,mußten Häuser niedergerissen, der Minoritengarten befestigt, mehrereBatterien errichtet werden, und eine bedeutende Erweiterung desohnedies bereits sehr weitläuftigen Pallisadirungssystems eintreten.Dieses Alles, wozu noch in der Folge die durchaus nothwendigeArmirung des Schäferberges kam, erforderte eine ungemein großeArbeit, und obgleich der Graf Götzen die Formation einer Hand-werkskompagnie aus reguirirten Handwerkern und Bergleuten, undeiner Arbeitskompagnie aus polnischen Trainknechten anordnete,so konnte das Alles doch kaum bis gegen den Sommer beendetwerden, da es obenein nicht allein öfter an Holz, Eisen, Kalk rc.fehlte, welches Material die Streifereien des Feindes aus größe-rer Ferne nicht zu beziehen gestatteten, sondern auch eine unglück-liche Uneinigkeit zwischen dem Kommandanten, dem Obersten Glei-ßenberg und dem Mineur -Obersten Albert, einem gebornen Sa-voycr, hinzutrat, die in alle Anordnungen lähmend eingriff.

Um die vorgeschobene Kavallerie noch mehr in Verbindungzu setzen, dctaschirte der Graf Götzen von den in der GrafschaftGlatz stehenden Depots von Holtzendorff-Kürassiere, von Pritt-witz- und Krafft-Dragoner, von Gettkandt- und Bila-Husaren,150 Pferde nach Nimptsch und Gegend, und ließ die in Glatzversammelten Jäger nach Frankenstein, die Schützen des Regi-