Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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das Ohlauer Ravelin und das Ravelin R. vor dem Ziegel-thor') sollten besetzt bleiben, von den übrigen Außenwerkcn aberdas Geschütz nach dem Hauptwall zurückgeführt werden. Erstspäter, als die Besatzung einige Verstärkung erhalten hatte, wur-den die wichtigen und bereits pallisadirten Außenwerke: der Domund der Springstern, ebenfalls in die Vertheidigung hinein-gezogen. Die Mühlbergschanze hatte zwar nur einen trocknenGraben, durch welchen sie vom Bürgerwerder geschieden wurde,die Brücke über denselben hatte keinen Aufzug, und die Häuserdes Bürgerwerders überragten die niedrige Brustwehr auf hun-dert Schritt Entfernung, auch hatte die Schanze nur in der Spitzeam rechten Oderarm eine Geschützbank und keinen Wallgang, aberihr Besitz war dennoch von großer Wichtigkeit, da man von ihraus mit Leichtigkeit in die Stadt dringen konnte, die von derWasserkunst am Mühlenthor bis zum Schcerenbastion ganz offenwar, so daß auch der größeren Sicherheit wegen das Mühlen-thor mit Dünger verschüttet werden mußte. Die Insel in derOder, zwischen dem Mühlberge und der Stadt, wurde mit einerBrustwehr umgeben, erhielt eine verhältnißmäßig starke Besatzungund eine Batterie, um mit mehreren Geschützen die Oder zu be-streichcn.

Die Enveloppe, welche die Festung umgab, sollte nur beiTage durch einzelne Schützen und Jäger besetzt werden.

Zu einer völligen Herstellung der Werke, zur zweckmäßigenErhöhung der Brustwehren, Anfertigung von Bonnetirungen undDeckungen, zur Herstellung des Bankets, war die Zeit, bei einerso weitläuftigen Umfassung, zu kurz. Die Festung hatte nur zweiIngenieur-Offiziere, und die Besatzung war zu schwach, um zuden Arbeiten wesentlich beizutragen.

An Geschütz waren 208 Stück verschiedenen Kalibers aufden Wällen vertheilt, und 46 Geschütze theils in Reserve, theilsunbrauchbar im Zeughause.

An fertiger Munition, so wie an losem Pulver und Eisen-Munition, waren sehr bedeutende Vorräthe vorhanden, die gro-

I ) s. dm Plan XVIII von Brcslau.