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des am obern Anschluß der Festung auf dem linken Oder-Uferbelegenen Werkes untersucht habe, und wohl einen Sturm beab-sichtige. Eine Leuchtkugel zündete auch die vor dem Ziegelthorbelegenen Holzstöße an.
Der 19. Dezember verfloß ruhig; der Feind arbeitetelediglich an der Verlängerung der zweiten Parallele nach rechtsund an neuen Batterien. Siebzig kriegsgefangene preußische Of-fiziere wurden den feindlichen Vorposten überwiesen, um in Lissaihre Pässe aufs Neue revidiren zu lassen.
In der Nacht zum 20. wurden auch die bisher noch zurück-gehaltenen 24pfünder und 2 zu Wasser angelangte schwere Mör-ser in die Batterien eingeführt, und um 4 Uhr bis 9 Uhr Mor-gens des 20. Dezembers wurde die Stadt aufs Heftigste be-worfen. Der Hauptverlust traf die Bürgerschaft, da die Belagererihr Feuer ausschließlich auf die Stadt richteten.
Am 20. verließ Jerome die Truppen vor Breslau, um sichzur großen Armee nach Polen zu begeben, wohin ihn Napoleonauf mehrfaches Ansuchen berufen hatte. Um nicht dem GeneralVandamme, bei aller Anerkennung für dessen glänzende militäri-schen Eigenschaften, den Oberbefehl in Schlesien zu belassen, inwelcher Provinz Napoleon die Aufrechthaltung der Ordnung aufdas Strengste befohlen hatte, betrachtete sich Jerome auch weiter-hin noch als den Kommandirenden des schlesischen Korps, undübertrug dem Chef des Generalstabes, Divisions -General H6-douville, die Leitung der Geschäfte. Es war diese Maßregelum so mehr gerechtfertigt, als die Rheinbundstruppcn, besondersaber die Bayern, seit dem Betreten des preußischen Bodens fort-gesetzt zu Klagen über Mangel an Disziplin, über Lust zum Brand-schatzen, Mißhandeln der Einwohner rc. Veranlassung gegeben hat-ten, Klagen, die nicht nur den gemeinen Mann trafen, sondernauch in den höheren Stellen ihre Begründung fanden. ')
Am 21. Dezember wurde das Bombardement von 2 \ bis
1) Das Werk: »Opérations du neuvième corps de la grande ar-mée en Silésie, par A. Du Casse« erwähnt bis zum Ucberdniß des üblenVerhaltens der verbündeten Truppen.