Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Der General Montbrun, den wir mit der württembergischenKavallerie, .gefolgt von dem General Minucci, im Marsch aufStrehlen verlassen haben, langte am 24. Dezember Uhr Mor-gens bei Großburg an, ließ dort füttern und alsbald den Marschfortsetzen. Nach den Nachrichten, welche dem General auf demMarsch zugingen, war Strehlen von den preußischen Truppen,die daselbst in der Nacht gestanden hatten, geräumt worden, wasauch seine Richtigkeit hatte, da die Glatzer Jäger und Schützen,der Disposition gemäß, nach Wansen aufgebrochen waren. DieWttrttemberger stießen auf keine preußischen Vorposten oder Pa-trouillen, da die preußische Kavallerie bei der angeordneten Rechts-schiebung nicht gehörige Verbindung erhalten hatte, und die 4Schweidnitzer Schwadronen unter dem Major Reiscwitz, von Lan-gen-Oels nach Strehlen, ohne alle Sicherheitsmaßregeln, dieQuartiermacher voraus, im Marsch waren.

Die Württembergische Avantgarden-Schwadron rückte somitauch ohne alle Besorgnih in Strehlen ein, stieß aber bereits inder Vorstadt auf das so eben von Nimptsch eintreffende Füsilier-bataillon und die Quartiermacher der Kavallerie. Die Württem-bergcr erhielten Feuer, und wandten sich in Flucht aus der Straßezurück, die sie gekommen, von dem General Montbrun aufgenom-men. Der General wollte weiter vorgehen, erhielt indessen dieMeldung, daß auf den Straßen von Schweidnitz und Nimptschnoch Kolonnen Infanterie, Artillerie und Kavallerie im Anmarschund nicht mehr entfernt seien. Er blieb daher aus der BreslauerStraße zwischen Saegen und Kuschel halten, um ein Kavallerie-Regiment, das sich in der Nacht verirrt hatte, und die bayerschcInfanterie abzuwarten.

Es war das 3. sehr starke Musketierbataillon von Strach-witz und die Schweidnitzer Batterie von 6 Kanonen, welche vonNimptsch, das Kavalleriebat. Rcisewitz, das von Langen-Oels hereintraf, um sich bei Strehlen mit dem Regiment Kröpf aus Glatzzu vereinigen. Letzteres war aus Frankenstein spät abmarschirt,

genommen, und durch den General-Gouverneur, der kein Todes-Urtheilunterschreiben wollte, zur Festungsstrafe nach Glaß gesandt.