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die Thalhöhcn vor sich hatte. Die Truppen gingen über dieNeiße und bezogen weitläufige Kantonirungen; die Neiße-Ueber-gänge bei Michelau, Koppitz, Mahlcndorf und Rothhaus wurdendurch Infanterie, abwärts von Michelau durch Kavallerie besetzt.
Ein längeres Verweilen in dieser Stellung schien sehr be-denklich, denn, ging Breslau unerwartet schnell verloren und schloß. der Feind sofort Schweidnitz ein, so war die Garnison durch dieherausgezogenen Truppen zu sehr geschwächt, um einen nachdrück-lichen Widerstand zu leisten. Wandte sich aber der Feind gegendas mobile Korps und schlug es, wie es wahrscheinlich war, soerreichte es im glücklichsten Fall Kosel oder Neiße, war dadurchvon allen übrigen Festungen abgeschnitten, und diese, eines Theilsihrer Besatzungen beraubt, wurden um so schneller eine Beutedes Feindes.
Der Graf Götzen schlug vor, entweder die Truppen sogleichwieder in die Festungen zurückmarschiren zu lassen, oder aber, denFeind von Strehlen, wo man ihn aus 3000 Mann schätzte, undaus Ohlau, wo er nur mit 100 Mann stehen sollte, zu vertrei-ben, sich diesseits Strehlen und der Ohlau aufzustellen, um indieser vortheilhaften Position nicht allein die Belagerung von Bres-lau durch Bedrohung von Flanke und Rücken sehr zu erschwerenund den Feind vielleicht zur Aufhebung derselben zu zwingen, son-dern auch bei der Hand zu sein, allen Festungen nöthigensallsUnterstützung zu senden und das Land gegen die feindlichen Strei-fereien zu schützen. Diese Streifereien waren besonders in dieserZeit mit unerhörter Grausamkeit verbunden; in wenigen Tagenwaren zehn Personen an Mißhandlungen oder deren Folgen ge-storben, und 8 oder 9 Gefangene, die man nach Schweidnitz ein-brachte, hatten, außer vielen Kostbarkeiten, gegen 4000 Thalerbaares Geld bei sich.
Es vergingen mehrere Tage, bevor man zum Entschluß kom-men konnte; man rechnete darauf, daß Breslau sich noch haltenwürde, und wollte noch nähere Nachrichten über den Feind ein-ziehen. Zu diesem Zweck detaschirte der Fürst eine Abtheilungvon 160 Pferden zur Nekognoszirung, die aber bei dem zweck-