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Bedeckung in Ohlau zurückgelassen, und am folgenden Tage vondem Lieutenant Köckritz wieder befreit. ' )
Der General Vandamme wurde durch den Angriff auf Oh-lau irre geleitet, zu glauben, daß der Fürst Pleß von dort mitseinen Hauptkräften im Anmarsch sei, und detaschirte sogleich nachEingang der Meldung den General Minucci Abends des 29.noch mit dem 1. Bataillon des Infanterie-Regiments Karl zurVerstärkung nach Ohlau, so daß nunmehr, außer der Kavalleriedes Generals Montbrun, 6 Bataillone vom Bclagerungskorpsdctaschirt waren. Eine Abtheilung von 100 Mann Infanteriebesetzte Oltaschin, zwei Abtheilungen von je 50 Mann die Ucber-gänge bei Gnichwitz und Kl. Schottgau, zur Beobachtung derStraßen nach Schweidnitz.
Gefecht vor Breslau den 30. Dezember 1806. * 2 )
Sobald der Fürst Pleß erfahren hatte, daß der Feind mitallen Kräften, die er gegen Strehlcn stehen gelassen, nach Ohlauabmarschirt sei, und auch von Breslau eben dahin bedeutendeDctaschements habe abrücken lassen, faßte er sogleich den kühnenEntschluß, ohne Zeitverlust auf Breslau zu marschiren, den ge-schwächten Feind zu überfallen und die Festung zu entsetzen. We-gen gänzlichen Mangels an Lcbcnsmitteln und Fourage, undwegen großer Erschöpfung der Truppen, die 6 — 8 Meilen inden übelsten Wegen marschirt waren, sah sich indessen der Fürstgenöthigt, die Truppen in den Dörfern um Großburg unterzu-bringen und bis zum Eintritt der Nacht ruhen zu lassen; dieKavallerie erhielt den allgemeinen Sammelplatz um 9 Uhr Abendsbei Haltauf angewiesen; die Infanterie sollte um 8 Uhr auf-brechen.
Nach der Disposition zum Angriff sollte der Rittmeister Lütt-
1 ) Nach den feindlichen Angaben bestand das Brieger Detaschenientans 2ooo Mann Infanterie, 400 Pferden und 6 Geschützen, und erlitt ei-nen Verlust von gegen 500 Mann und 4 Kanonen.
2) Die Reymann'sche Karte reicht zur Uebersicht aus.