kam am 1. Januar wohlbehalten nach Schweidnitz. Der Lieu-tenant Eisenschmidt brachte mit seiner Schwadron die 4 erobertenreitenden Geschütze und die beim Ueberfall gemachten Gefangenennach Neiße. Der Fürst machte dem kommandirenden Offizier derreit. Artillerie den Vorwurf, das Gefecht zu früh und ohne Be-fehl verlassen zu haben, und suspendirte ihn vom Dienst; der Of-fizier rechtfertigte sich indessen, und hat nachher bei der Belage-rung von Neiße ausgezeichnete Dienste geleistet.
Das 3. Bataillon von Strachwitz war der Disposition ge-mäß während des Gefechts bei Brcslau auf Gnichwitz marschirt,hatte das daselbst stehende bayersche Detaschement von 1 Offizier,49 Mann überrascht und gefangen genommen, und den Ueber-gang über das Schwarzwasser besetzt. Am folgenden Tage kehrtees ebenfalls nach Schweidnitz zurück.
Am Abend des 30. trafen die feindlichen Generale Minucciund Montbrun von Ohlau bei Breslau ein, ruhten daselbst, undrückten am 31. auf der Straße nach Schweidnitz bis Klettendorfvor, während der Oberst Zandt, der ihnen gefolgt war, mit dem3. bayerschen Chcvaurlegers- und dem Dragoner-Regt. Tarisnebst 50 Württembergischen Schützen und einer Batterie weiterauf Floriansdorf vorgingen. Am 1. Januar rückten die letzte-ren Truppen über Merzdorf und Seifferdau gegen Schweidnitzvor, und 2 Schwadronen Dragoner überfielen in Weitzcnrodaudas daselbst stationirte preußische Kavallerie-Kommando Abends9 Uhr, machten 36 M. zu Gefangenen und besetzten das Dorf.Mit 300 Mann Infanterie und 3 Schwadronen wollte man vonSchweidnitz aus den Feind wiederum aus Weitzcnrodau vertrei-ben, während der Lieut. Schmiedcberg, der mit seiner Schwadronbei Goglau auf Vorposten stand, dem Feinde den Rückzug ab-schneiden sollte. Um 6 Uhr Morgens am 2. Januar erfolgteder Angriff von Weitzcnrodau; die baperschen Dragoner wurdenüberraschend angefallen, in Unordnung geworfen, kehrten aberverstärkt zurück, und warfen nun ihrerseits die preußischen Trup-pen zurück, so daß der in einer Aufstellung zwischen Merzdorfund Weitzcnrodau unentdcckt angelangte Lieutenant Schmiedebergsich abgeschnitten sah, und, durch einen schnellen Angriff auf