Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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war, und war dem Bataillon auf Seitenwegen gefolgt. Er holtedasselbe in dem unglücklichen Augenblick ein, wo es, sorglos inzwei Theile getrennt, nur noch in geringer Entfernung von seinerGarnison, marschirte. Der Theil auf dem Fahrwege wurde über-raschend angegriffen, nach einigem Gewehrfeuer gesprengt, derMajor Cornerut, 5 Offiziere und 61 Mann gefangen genommen,die beiden Kanonen und die Wagen erobert. Der Major Brün-now hatte zwar versucht, zu Hülfe zu eilen, kam aber viel zuspät, um das Unglück wieder "gut zu machen. Von dem Feindewaren 1 Offizier, 1 Mann und 6 Pferde getödtet, 1 Offizier,2 Mann verwundet. —

Bei der Unkenntniß von der Stärke des Feindes, welcherdem 3. Bataillon von Pelchrzim diesen Schlag beigebracht hatte,hielt es der Graf Götzen, der noch in Neiße verweilte, für noth-wendig, sofort einige Infanterie auf Wagen und mehrere Kaval-lerie-Detaschements nach Neustadt zu senden, wo die Remontenganz ohne militärischen Schutz standen, und zugleich anzuordnen,daß diese sich längs der Grenze näher nach der Grafschaft Glatzkonzentriren sollten. —

Beide Entsatzversuche von Breslau waren vereitelt, und esist daher wohl der Mühe werth, diese Operationen etwas näherins Auge zu fassen.

Der erste Entsatzversuch sollte auf Vorschlag des GrafenGötzen zwischen der Ohlau und Oder stattfinden, weil der Feindin diesem engen Raum wenige oder gar keine Truppen gegenBreslau aufgestellt hatte. — Die Ohlau nähert sich zuerst beiOhlau, 3^ Meile von Breslau, dergestalt der Oder, daß man mitdem Besitz der Stadt auch unmittelbar Herr der Ucbergängc überdie Ohlau und Oder wird. Ohlau sollte daher auch im Rückender Expédition besetzt bleiben. Beim weitem Vorrücken in demschmalen Raum, den man in einem Nachtmarsch zu durchschreitenhoffte, sollten die sämmtlichen Ohlau-Uebergänge in der linkenFlanke zerstört und beobachtet werden, und die Kommunikationmit der Festung eintreten, bevor der Feind von dem ganzen Un-ternehmen Kenntniß erhalten haben konnte, was an sich bei denlangen Dezembernächten durchaus nichts Unmögliches hatte.