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Zweiter Theil. Vierter Band.
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ten der Bürgerschaft vor, und befragte sie um ihre Meinung.Das Resultat der Berathung war, daß man sich entschloß, eineKapitulation einzugehen.

Nachmittags 4 Uhr kam der Oberst Duveyrier, zu Unter-handlungen wegen der Uebergabe bevollmächtigt. Das Bombar-dement dauerte auch jetzt noch fort. Der Gouverneur konnte denverlangten Waffenstillstand auf 8 Tage, um dem Fürsten von PleßZeit zu einem neuen Entsatzversuch zu geben, so wenig erlangen,als die Absendung eines Offiziers nach Kalisch, durch den mansich überzeugen wollte, ob Russen im Anmarsch wären oder nicht.Lediglich zum Arrangement der Angelegenheiten der Stadt undder Garnison wurden 3 Tage bewilligt.

Am 5. Januar erschien der Oberst Duveyrier abermals,und die Kapitulationspunkte wurden von beiden Theilen nichtohne Streitigkeiten, Vor- und Gegenvorstellungen, nach 6 Uhrunterzeichnet.

Schon an diesem Tage, als man die Gewißheit von derKapitulation erhielt, brach der Geist der Insubordination unterden Truppen hervor, und äußerte sich durch grobe Widersetzlich-keit gegen die Oberen, Zerstörung des königlichen Eigenthums,Verkauf der königlichen Effekten und Kricgsvorräthe. Am 6. wur-den diese Erzesse von dem Militär, in Verbindung mit dem Pö-bel der Stadt, in gesteigertem Maße, sowohl auf den Wällen alsin der Stadt, besonders an königlichen Gebäuden, Magazinen rc.fortgesetzt, und weder durch die städtische Polizei, noch durch Ka-vallerie-Patrouillen konnte den Ausschweifungen, Plünderungen,Schießen auf den Straßen rc. Einhalt gethan werden, so daßman sich endlich genöthigt sah, schon am 6. Abends das Niko-lai- und Oderthor von dem Feinde besetzen zu lassen.

Am 7. Januar rückte die Besatzung gegen 10 Uhr Vor-mittags aus und streckte das Gewehr; der schlechtere Theil derBesatzung setzte auch hier noch die Unordnungen fort, und einegroße Anzahl Gewehre und Trommeln wurde noch zerschlagen.Nur die Artillerie und die Land-Reserven beobachteten die altepreußische Zucht, wie denn überhaupt die Artillerie in dieser kur-