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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Schlesien auseinander, und wie er, in Betracht der schlechten Be-satzung, suchen werde, eine ehrenvolle Kapitulation zu erlangen. —

Die Festung sollte am 16. Februar übergeben werden, fallsbis dahin kein Entsatz eingetroffen sein würde. Um 10 Uhr Mor-gens an diesem Tage defilirte die Besatzung, und streckte auf demGlacis das Gewehr, nur noch in der Stärke von 92 Offizieren,4001 M. incl. Land-Reserve, Jäger, Bergleute rc. und 80 Pferden;denn in den letzten Tagen, sobald der Waffenstillstand bekanntgeworden, desertirtcn noch 41 Unteroffiziere, 1425 Gemeine, be-sonders Ranzionirte, welche nicht zum zweitenmal gefangen seinwollten. Krank im Lazareth lagen: 10 Offiziere, 366 Mann.Einzelne Offiziere wußten beim Ausmarsch verkleidet zu entkom-men, und haben noch später gute Dienste geleistet.

Dem Feinde wurden übergeben: 4218 Centner Pulver,257,841 Kugeln und Bomben, 249 Geschütze, 296 Lasteten,507 Mispel Roggen, 764 Mispel Roggenmehl, 354 ScheffelWeizen-, 464 Scheffel Gerstenmchl, 599 Scheffel Erbsen, 200Scheffel Gcrstengraupcn, 106 Centner Butter, 25 Fässer Sauer-kraut, 225 Mispel Hafer, 514 Centner Heu, 40 Schock Stroh.

Der Feind hatte von Breslau noch eine Verstärkung von25 Stück Belagerungsgeschütz erhalten, die indessen nicht mehrgegen Schweivnitz benutzt wurden, sondern bei Bunzelwitz stehenblieben.

Gleich nach Empfang der Nachricht von der Uebcrgabe vonSchweidnitz befahl Napoleon, daß man die Kontreminen spren-gen, die Festungswerke schleifen solle. Etwa 2000 Centner Pul-ver von dem in der Festung vorgefundenen Bestände wurden vomApril bis zum Juni verwandt, um diesem Befehle zu genügen. —

Der Fürst von Anhalt Pleß hatte auf den Vorschlag desGrafen Götzen den Versuch machen wollen, die Bclagerungs-Ar-tillerie des Feindes vor Schweidnitz zu verderben, und war hierzufür den 8. Februar eine Disposition entworfen, die von der irri-gen Annahme ausging, daß der Feind die Festung von der Rei-chenbacher Seite angegriffen habe, während daselbst doch nurFeldgeschütze in Thätigkeit gewesen zu sein scheinen. Der MajorGörtz sollte mit 6 Schwadronen, 4 Geschützen, 200 Mann In-