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Zweiter Theil. Vierter Band.
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nonen. Zum Aufeisen der Gräben waren nicht mehr als 442mit Gewalt zurückgehaltene Bauern disponibel; 800 Mann ge-hörten aber zur Offenhaltung aller Gräben. Die Mineurs führ-ten die Aufsicht bei diesem Geschäft: außerdem mußten aber auchWachen dabei aufgestellt werden, da die Eisbauern bei der erstenGelegenheit descrtirtcn. —

Aus Allem, was hier gesagt worden, geht hervor, daß fürdie tüchtige Vertheidigung von Kofel mehr als bei den übrigenschlesischen Festungen Schwierigkeiten entgegenstanden, und be-durfte es der ganzen Tüchtigkeit und der eisernen Strenge desKommandanten, um mit einer solchen Besatzung den Feind inden gehörigen Schranken zu erhalten. —

Am 2 3. Januar Morgens rückten, wie erwähnt, die feind-lichen Kolonnen zum Einschließen der Festung heran und hobendie preußischen Kavallerie-Pikets, zusammen 16 Mann, in Rheins-dorf, Wiegschütz, Pogorzelletz und Klodnitz auf. Der Feind machtealsbald Anstalten zur Verbindung der Einschließungstruppen aufbeiden Ufern der Oder, eine Ueberfahrt bei Pogorzelletz einzurich-ten. Die Stärke des Belagerungskorps betrug ungefähr 5000 M.mit 4 Feldbattcrien. Der General Mezzanelli rückte mit Z leich-ten Bataillonen, 6 Schwadronen und einer leichten Batterie zurBeobachtung von Neiße bis vorwärts Ober-Glogau. 30 fran-zösische Sapeurs mit 2 —50pfündigcn Mörsern trafen von Bres-lau bei Kofel ein. In der Nacht zum 24. desertirten 4 Mannder Garnison.

Am 24. um 10.j Uhr erschien der bayersche General Raglo-wich als Parlamentair und forderte die Festung durch ein Schrei-ben des Generals Deroy auf; der Kommandant fertigte ihn baldmit folgender schriftlichen Antwort ab:

„Ich habe meinem Monarchen mein Ehrenwort gegeben, diemir anvertraute Festung bis auf den letzten Blutstropfen zu ver-theidigen, und keine Rücksicht auf irgend ein äußeres Verhältnißzu nehmen, sondern bloß für die Erhaltung und Vertheidigungmeiner Festung zu leben und zu sterben. Halten Ew. Ercellenzdiese meine Aeußerung für keine militärische Phrase der Prahle-rei; mein Betragen wird Ihnen meinen Stolz verrathen, durch