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Zweiter Theil. Vierter Band.
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den vom 8. Februar ab in Ausführung gebracht; doch da derOberst Blcin erkannte, daß die Artillerie des Platzes auch nachAnlage der neuen Batterien immer noch die Oberhand behaltenwürde, und die Batterien Nr. 4. und 5. mit geringem Erfolgebei der großen Entfernung von der Wicgschützer-Redoute wirk-ten, entschloß er sich, den Angriff mehr zusammenzuziehen, jeneBatterien zu verlaffcn, und die Batterien Nr. 2. 6. 7. 8. und 9.gegen die Kobelwitzcr- Redoute und das Rheinsdorfer-Bastion zuverstärken, in der Batterie Nr. 3. die Mörser auch weiterhin ge-gen die Start mitwirken zu lassen.

Die verschiedenen Bombardements hatten die Munitions-vorräthe ziemlich erschöpft; man mußte Ersatz heranziehen, undlegte ein Materialien-Depot zu Dembowa an, wo es für dieBatterien mehr zur Hand war, als zu Neuhof.

Am 9. Februar bemerkte man, daß der Belagerer in derBatterie Nr. 3. nur noch 3 Scharten offen hatte, dagegen eineneue Batterie rechts von der Batterie Nr. 2. — also die Bat-terie Nr. 8. — erbaut hatte, aus welcher bereits geworfen wurde;die Vollendung dieser Arbeit wurde ihm bei Tage durch das Feuerdes Platzes untersagt. Von Seiten der Besatzung wurden dieSchießscharten gegen diese neue Batterie cingeschnittcn. In eineBatterie am äußern Ende von Klodnitz gegen die Klodnitzer-Re-doute hatte der Feind eine Haubitze eingefahren, und bewarf da-mit das Fort Friedrich Wilhelm; sie hatte gegen die genannteRedoute einen harten Stand.

Am Abend stürzte der Rest des Daches der brennenden Ka-serne ein und das Feuer fing neue Nahrung; es waren wiederum240 Mann zum Löschen erforderlich. Da diese Mannschaften be-sonders angestrengt wurden, so bewilligte ihnen der Kommandantdie doppelte Portion Lebensmittcl, welche die Artilleristen bereitsseit acht Tagen empfingen, weil sie ohne Ablösung Tag und Nachtauf den Wällen liegen mußten. Ueberhaupt unterließ der Kom-mandant nichts, um bald durch Strenge gegen Nachlässige, balddurch Auszeichnung der Tüchtigen, balv durch Geld- und Viktnalien-Gratifikationen die Mannschaften zu neuen Anstrengungen und ver-niehrtem Eifer zu treiben.