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immer dreister geworden, und näherten sich allnächtlich dergestaltden Werken, daß es vielfältig zu Gewehrfeuer kam.
Am 24. Februar um 7 Uhr Morgens fing der Feindaufs Neue an, die Kobelwitzer- und Klodnitzer- Redoute und dieStadt zu beschießen und zu bewerfen, und fuhr damit bis 1 UhrNachmittags fort. Die Ueberlegenheit der Festungs-Artillerie hin-derte ihn, mit einiger Akkuratesse gegen die Batterien der Be-- satzung zu schießen; die Masse der Kugeln ging in die Stadtoder in die nebenliegenden Werke. Am meisten litt die Kobel-witzer- Redoute, welche anfänglich aus 15 Stück beschossen wurde,die sich indessen bis Mittag bereits auf 8 Stück verringert hat-ten; auch daö Gewehrfeucr gegen diese Redoute wurde durch dieJäger trefflich beantwortet. Obgleich der Feind seine Wurfge-schosse mit geschmolzenem Zeuge gefüllt hatte, so brach doch nir-gends Feuer aus; dagegen waren nun auch die wenigen vomfrühern Bombardement noch verschonten Bürgerhäuser ebenfallszerschossen. Besonders thätig war die Batterie Nr. 8., der esauch gelang, die eine Brücke vor dem Ratiborer-Thore völlig zuzerstören, die zweite, nebst den Tambours und Barrieren daselbst,bedeutend zu beschädigen. Die Garnison war — mit Ausnahmeder Wachen, Artilleristen und Ingenieurs auf den Wällen undder Patrouillen in der Stadt — in den Kasematten verblieben;, dessenungeachtet zählte sie 2 Todte und 11 Verwundete, worunter6 Artilleristen. In der Kobelwitzer- und Wiegschützer- Redoutewaren 6 Geschütze dcmontirt. Die Artilleristen wurden vom Kom-mandanten besonders durch Branntewein erquickt.
In der Nacht wurde, wie früher, und auch regelmäßig inden nachfolgenden Nächten, die Rheinsdorfer-Straße enfilirt unddie nächsten feindlichen Batterien kräftig beschossen, um dem Feindedas Einführen frischer Munition und die Herstellung der beschä-digten Batterien zu erschweren.
Um 1z Uhr in der Nacht wurde das Beschießen und Be-werfen der Werke und der Stadt, mit einer Unterbrechung von5 —Uhr, bis um 1 Uhr Mittags am 25. fortgesetzt, ohnedaß Feuer ausgekommen wäre. Eine Kanonenkugel, welche durcheine Schießscharte ging, tödtete 2 und verwundete 3 Artilleristen.