Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Die Artillerie mußte durch 320 Infanteristen verstärkt werden,welche zu wirklichen Artilleristen angelernt wurden und gleich die-sen doppelte Portionen erhalten sollten.

Von der Kobclwitzer- Redoute wurden in der feindlichen Bat-terie Nr. 6. 5 Geschütze demontirt, und in der Batterie Nr. 2.zwei Scharten völlig zu Schanden gemacht, auch durch einigeglückliche Würfe die feindlichen Artilleristen aus der Batterie Nr. 8.verjagt.

Vom Fort Friedrich Wilhelm und der Adlcr-Redoute wurdenach der Schleuse Nr. 1. geworfen und geschossen, da der Feinddaselbst Depots anlegen und Zusammenkünfte halten sollte. DerFeind erwiederte dies Feuer durch 3 — Opfündcr und 3 — 7pfün-dige Haubitzen von der Schleuse und von Klodnitz her.

In der Nacht zum 3. verhielt sich der Feind ruhig. EinDésertions -Komplott, das bereits die Ovcr-Thorwache passirthatte, wurde entdeckt und zerstreut, und 12 verdächtige Artilleri-sten arrctirt.

Am 3. März hatte der Feind seine dcmontirte BatterieNr. 6. wieder hergestellt, da das Wasser bedeutend gefallen war.Es war Frost eingetreten; man mußte zum Aufeisen der Gräbenschreiten.

Um Mittag zeigte der Feind viele Arbeiter in der Batterie.Die Besatzung warf Granaten auf dieselben; alsbald antworteteder Feind mit einer heftigen Kanonade aus allen Batterien bis6 Uhr Abends, und mit einem Bewerfen der Wälle, wodurch aucheiniger Schaden angerichtet wurde. In der Kobclwitzer- Redoutewurde 1 Mann getövtet.

In der Nacht zum 4 . März setzte der Feind von 2^—6 Uhrdas Beschießen und Bewerfen fort; die mchrerwähnte Batteriefeuerte nur aus 1 Geschütz. Es brannten in der Stadt 3 Häu-ser und einige Hintergebäude völlig nieder.

Am 4 . März hatte der Feind einen neuen Durchstich aufdem Wiegschützer-Damm zum Ablassen der Inondation gearbei-tet, und schoß ab und zu auf die Arbeiter auf den Wällen mitKartätschen.

Der Kommandant war erkrankt. Die Krankheiten unter den