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Zweiter Theil. Vierter Band.
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somit wiederum entwaffnet, die Inondation ganz aufgegeben odermindestens ganz unsicher werden; das einzige vorhandene, aberebenfalls nicht bombensichere Laboratorium wurde geräumt undnach dem Bastion 6. verlegt. Der Eindruck, den diese Desarmi-rung auf die Garnison machte, war ein sehr unvortheilhaster,niederbeugender. Als Mitte Dezembers der Fürst von Anhalt-Pleß in Neiße eintraf, wurde indessen der Befehl des GeneralsLindener aufgehoben, alle Werke wieder in die Vertheidigung hin-eingezogen und zu neuen Truppcn-Formationen geschritten.

Die große Inondation hatte anfänglich wegen des eingetre-tenen Frostwettcrs wieder abgelassen werden müssen, konnte abernoch vor Bercnnung der Festung aufs Neue angespannt werden.Man war der festen Ueberzeugung, die Ucberschwemmung erstreckesich von der Kaninchen -Redoute um die Stadtwerke bis Nieder-Neuland und Finstergasse, und wollte das Wasser erst dann zuder Höhe spannen, welche die Süd- und Ostfront der Stadt eben-falls überschwemmte, wenn der Feind sich daselbst eingraben würde.Als der Fall indessen eintrat, mußte der Ingenieur vom Platzerklären, daß die Schleuse Nr. 1. eine größere Spannung desWassers nicht ertragen und einstürzen werde, indem es schon beider augenblicklichen Stauung nothwendig geworden sei, Verstär-kungen zu ihrem Schutze anzubringen.

Im Dezember und Januar hatte man bei dem Infanterie-Regiment Pelchrzim und dem 3tcn Musketier-Bataillon von Müff-ling, je 2 Bataillone aus den eingezogenen Rekruten formirt, undsie mit den noch auf dem Zeughause vorgefundenen Gewehren,alten Büchsen, Flinten und Karabinern bewaffnen wollen, indessenhatten diese Waffen nur für 1720 Mann ausgereicht; 945 Mannblieben unbewaffnct und wurden theils mit Lanzen versehen, theilsals Handlanger verwandt. Aus den 4 —6 Pfändern des Infan-terie-Regiments Pelchrzim wurde, unter dem Kommando des Ar-tillerie-Lieutenants Schneider, eine sogenannte Kavallerie-Batterieorganisirt, wobei die Bedienungsmannschaft auf den dazu einge-richteten Protzen sitzen konnte, und der Artillerie-Lieutenant Pip-pow formate eine Fußbatterie aus 2 —6 Pfund, und 1—7pfün-digcn Haubitze, jedoch gingen beide Batterien mit dem Fürsten

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