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Zweiter Theil. Vierter Band.
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In ver Nacht zum 13. verlängerte der Belagerer den rech-ten Flügel der Parallele und traf alle Vorbereitungen zur Anlagevon 2 Batterien in dieser Verlängerung, wodurch er den Sail-lant der Enveloppe links des Weges nach Mittel-Neuland umfaßte,und die rechte Face desselben zu enfiliren suchte. Als die Arbeit un-ter dem unausgesetzten Artillerie-Feuer der Festung am Morgendes 13. sehr unvollkommen befunden wurde, versuchte der Bela-gerer zwar am Tage damit fortzufahren, verlor aber nur Leute,ohne die Arbeit wesentlich zu fördern.

In der Nacht zum 14. beendete der Belagerer den Bau derKommunikation nach Mittel-Neuland, konnte aber ebenso wenigdie Parallele rechts fortführen als die Batterien zu Stande brin-gen. Dagegen arbeitete er in dieser Nacht an einem Stück Pa-rallele, etwa 600 Schritt von der Blockhaus-Schanze, um Anleh-nung an die Viele zu gewinnen, so weit es das unter Wassergesetzte Feld gestattete. Auch in diesem Stück Parallele wurdean einer Batterie gearbeitet.

Die Besatzung brannte in der Nacht einen großen Theilvon Mittel-Neuland nieder, da sie erfahren, daß der Feind indiesem Dorfe Depots angelegt hätte. Am Tage vorher war be-reits das Vorwerk Kreuzhof daselbst in Asche gelegt worden.

Der Schulze von Riemerzheide hatte städtische Fleischer, welchesich durch die feindlichen Posten geschlichen hatten, um auf demLande Vieh einzukaufen und nach der Stadt zu bringen, verhaf-ten und in Kettest legen lassen, um sie nach dem feindlichen Haupt-quartier zu Biclau abzuliefern. Die Fleischer waren glücklich ent-wischt und hatten bei der Rückkehr nach Neiße von dem Verfahrendes Schulzen Anzeige gemacht.

In der Nacht zum 14. ging der Rittmeister Schmiedebergmit 100 Husaren aus der Grottkaucr Barriere gegen das 1 Meileentfernte Riemerzheide vor, nachdem die feindliche Postirung glück-lich unbemerkt durchschritten worden war. Das Dorf war vonfeindlicher Infanterie besetzt, doch wurde der Posten am Eingängedurch die weißen Mäntel der Husaren und durch die Mundartdes Trompeters des Detaschements, einem gebornen Ansbacher,dergestalt getäuscht, daß er nicht allein die Barriere öffnete, son-