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verbraucht worden waren. — Von den dem Feinde überwiesenen328 Geschützen waren 12 gesprungen oder auf andere Weise gänz-lich zerstört, die gesammte Laffetirung mehr oder weniger beschä-digt, und bei gänzlichem Mangel an Material zur Reparatur,zum großen Theil unbrauchbar geworden. — An Medikamentenfehlte es seit der Zerstörung der Stadt-Apotheke fast gänzlich, wasbesonders bei der täglichen Zunahme an bösartigen Fiebern sehrempfindlich wurde, so daß der General Vandamme während desWaffenstillstands aus Mitleiv zweimal Lieferungen an Arznei undWein nach der Festung sandte. — Um den Truppen bis zum16. Juni den Sold auszuzahlen, waren die Deposital-Gclder undPapiere in Beschlag genommen, und letztere durch Zwang bei derBürgerschaft in Geld umgesetzt worden. —
In Betracht aller dieser Umstände erkannte die zur Untersu-chung der Kapitulationen niedergesetzte Kommission die Uebergabevon Neiße nach einem 16tägigen Waffenstillstand, wodurch demEntsatz Zeit gelassen wurde einzuschreiten, der Besatzung aber,sich zu neuer Thätigkeit zu erholen, als vollkommen gerechtfertigtan. Man glaubte dem Gouvernement nur gerechte Vorwürfemachen zu können, daß es den Bestand an Rauhfutter undButter, nicht in kleineren Quantitäten vertheilt, untergebrachthatte, so daß die Festung nicht so leicht durch einen Brand die-ser wichtigen Artikel beraubt werden konnte, — daß man diein Schilde gefangen genommenen feindlichen Jäger ausgewechselt,und dadurch den Mißmuth der Garnison erregt hatte, — daßman die Reserve im fürstlichen Garten zu schwach gemacht, undzugleich unterlassen hatte, starke Pikets hinter dem, zur Brustwehreingerichteten, Bieledamm aufzustellen, wodurch die wichtige Block-Haus-Schanze noch längere Zeit hätte gehalten werden können. —Man könnte hinzufügen, daß das Gouvernement auch wohl ge-statten konnte, daß die überflüssige Kavallerie den Versuch machte,sich nach Glatz oder Silberberg zu einer Zeit durchzuschlagen, woder Fall der Festung nahe bevorstand.
Bei Uebergabe der Festung machte der General Vandammedem Gouverneur die schmeichelhafte Aeußerung:
„Ihre Vertheidigung der Festung ist von der Art, daß wir