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Zweiter Theil. Vierter Band.
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schützet Höhe, und placirte seine beiden Geschütze dahinter. Zu-gleich schnitt er der Besatzung das Wasser ab, welches die Kuckels-Mühle beim Fort Friedrich Wilhelm trieb, und fügte ihr dadurcheinen reellen Schaden zu, weil die vorhandenen 3 Handmühlenkaum ausreichten, um das der Brauerei nöthige Getraide zuschroten.

Am 16. Abends 6 Uhr starb der würdige Oberst Neumann.Die Festung verlor einen thätigen, einsichtsvollen und energischenKommandanten. Seinem Wunsche gemäß wurde er in dem Rheins-dorfer Bastion beerdigt. Der Oberst Puttkammer übernahm dieKommandanturgeschäfte nun im ganzen Umfange.

Am 17. April Abends ging der Hauptmann Wostrowskimit 20 Husaren und 30 Jägern und Infanteristen nach Dem-bowa, trieb 19 Stück Rindvieh zusammen, und brachte es glück-lich nach der Festung zurück, hatte auch den der Verrätherei ver-dächtigen Pächter daselbst aufgehoben.

Am 18. ging zu gleichem Zweck der Hauptmann Lüttwitzum Mittag mit 50 Husaren und 70 Jägern und Infanteristennach Kobelwitz vor, da man erfahren hatte, daß der Feind bereitseinen Theil des Viehes der Dorfschaft fortgetrieben hatte, und amAbend den Rest nachholen wollte; es wurden 20 Stück Vieh zu-rückgebracht.

Der Feind schloß die Festung immer enger mit seinen Postenein, für die er überall Aufwürfe zur mehrern Deckung arbeitete;alle Brücken rund um die Festung wurden abgetragen; alle Wegeund Dämme durchschnitten; Kobelwitz wieder mit einem Detasche-ment besetzt. Besonders verschanzte er sich vor Wiegschütz undauf dem Sandhügcl im Bruche zwischen diesem Dorfe und Ro-gau, um die Verbindung zwischen beiden Orten zu sichern.

Der Prinz Biron von Kurland erhielt am 27. April einSchreiben vom General Hedouville aus Breslau, worin dieserihm im Namen Jerome's erklärte, daß man ihn, wenn er außerder Festung betroffen werden sollte, als Kriegsgefangenen behan-deln, und nach Frankreich transportiren würde, und da er zu all

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