bezog am folgenden Tage eine Stellung beim SchlaberndorfschenVorwerke.
In der Nacht ließ der Graf Götzen durch die leichten Trup-pen in Silberberg den Feind in Frankenstein allarmiren, bei wel-cher Gelegenheit à Meile vor dem Ort, der durch 150 Mannvom 10. bayerschen Linien-Infanterie-Regimente besetzt war, einUnteroffizier-Posten aufgehoben wurde.
JcroMe, welcher am 14. April Nachricht von dem Gefechtebei Hassitz erhielt, setzte sich am 15. mit dem 1. bayerschen Li-nien-Jnfanterie-Regiment — 1450 Mann — und dem 1. Che-vaurlegers-Regiment nach Frankenstein in Marsch, und sandte400 rekonvaleszirte französische Soldaten nach Schweidnitz, damitauch das 2. Bat. des 10. bayerschen Linicn-Regiments zum Ge-neral Lefebvre abrücken und zugleich den Rest des Belagerungs-parks von Schweidnitz gegen Neiße geleiten konnte. —
Am 15. April kam eine Husaren-Frau aus Neiße, welchedem General-Gouvernement Nachrichten von dem Kommandanten,dem General Wegcr, und dem Rittmeister Eisenschmidt brachte.Sie enthielten im Wesentlichen, daß das Jesuiter-Kollegium ab-gebrannt, und dadurch ein großer Theil des Approvisionnementsverloren gegangen sei, die schwache Besatzung sehr angestrengtwerde, und der Feind mit seinen Arbeiten stark vorschnelle, daßman Alles zur hartnäckigen Vertheidigung aufbieten werde, aberauch um baldigen Entsatz bitte.
Diese Nachrichten, so wie die Annäherung mehrerer Trans-porte von Proviant, Armatur, Montirungsstücken und Geld, welchein der augenblicklichen Stellung des Feindes leicht aufgehobenwerden konnten, bewogen den General-Gouverneur, diesen wo mög-lich zu delogiren.
Der Hauptmann Funk, Jnspektions-Adjutant des GeneralsGrawert, dem die Gegend um Glatz sehr bekannt war, entwarfden Plan zum Angriff des Feindes, dessen Aufstellung sich vomKalvariberge in der rechten, bis zum Spittel-Grund in der linkenFlanke, erstreckte'). 2 Kompagnien hielten die Höhen bei Wartha
1) S. den Plan von Glatz und die Reimann'sche Karte.
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