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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Gegend von Striegau, woselbst ein feindlicher Geschütztransporterwartet wurde. Das Detaschement kam zu spät, doch da derFührer durch den Lieutenant Gayl aufmerksam gemacht worden,daß das feindliche Lazareth in Striegau nur einige 50 MannBedeckung habe, so ging er nach diesem Orte, überfiel den Po-sten und nahm ihn nach kurzer Gegenwehr gefangen, so daß1 Major, 4 Offiziere, 42 Mann und 4 Pferde eingebracht wur-den. Der Lieutenant Gayl nahm dem Feinde mehrere Transporterequirirter Gegenstände, Montirungssachen rc. und 30 Pferde ab.Der Lieutenant Negro schickte abermals 5000 Thlr., einen Trans-port Gewehre und andere Waffen aus dem Gebirge ein.

In der Nacht zum 4. Mai traf, wie früher bereits erzähltworden, der Landdragoner Klösel mit dem Bericht des Rittmei-sters Eisenschmidt aus Neiße in Glatz ein, in Folge dessen derLieutenant Rottenburg am Nachmittag nach Neiße abging.

Da nun gleichzeitig auch aus der Gegend von Kosel betrü-bende Nachrichten einliefen, der Fall beider Plätze aber die Ein-schließung von Glatz und Silberberg zur unmittelbaren Folgehaben mußte, welche Festungen wegen Mangels an Geld nochnicht vollständig verproviantirt waren, der Fall von Neiße undKosel auch den Beitritt Oestreichs unwahrscheinlicher machte, soglaubte der Graf Götzen schnell irgend etwas Entscheidendes un-ternehmen zu müssen. Aber mit so geringen, nach allen Bezie-hungen dürftig ausgerüsteten und nur noch locker zusammenhän-genden Kräften gegen eine so bedeutende Uebermacht war es un-endlich schwer, zu bestimmen, welchen Weg man einschlagen sollte.Nur die verzweifelte Lage durfte es überhaupt rechtfertigen, daßman êchritte that, welche die erst in der Bildung begriffenenKräfte kompromittiren konnten; nur der Gedanke, daß es ja derZweck der neuen Formationen sei, den Fall jener Festungen zuverhindern, konnte den Muth gewähren, Alles gegen Alles ein-zusetzen. —

Ein Angriff der verschanzten Stellung von Frankenstein, umdas feindliche Observationskorps aus dem Felde zu schlagen, undmit offener Gewalt den Entsatz von Neiße herbeizuführen, warunmöglich. Der General Lefebvre zählte in dieser Zeit 4900 M-