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Zweiter Theil. Vierter Band.
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200 bayersche Chevaurlegers anschlössen, und nach Neurode, Frey-burg, Striegau, Goldberg, Hirschberg und längs der Grenze Ab-theilungen abgesandt wurden, um die preußischen Parteigängeraufzuheben, die Gegend zu reinigen. —

Der Lieutenant Negro, welcher bisher so treffliche Dienstegeleistet, sich mit wenigen Mannschaften, meist verkleidet, im gan-zen schlesischen Gebirge umhergetrieben hatte, war durch sein fort-gesetztes Glück wohl zu dreist geworden, und glaubte nun auchoffen und mit größern Abtheilungen ungefährdet auftreten zu kön-nen. Er vereinigte sich mit den Lieutenants Schmidt und Pan-newitz, welche vom Grafen Götzen ausgesandt worden, die Zer-streuten aus dem Gefecht bei Adelsbach zu sammeln; ferner mitdem Volontair Witzenhausen, der einen verunglückten Versuch, sicheines Pferve-Transports zu bemächtigen, unternommen hatte, undmarschirte nun mit einem ansehnlichen Zuge von Mannschaften,Gefangenen und Beute am 21. nach Hirschberg, und obgleich erdie Nachricht erhielt, daß er von mehreren feindlichen Detasche-ments aufgesucht würde, erst am 22. nach Liebau.

Der Volontair Witzenhausen hatte sich schon in der Nachtzum 22. eigenmächtig mit seinem kleinen Kommando von 1 Un-teroffizier und 4 Mann und einem Theil der Wagen, auf denenmehrere erbeutete Sachen und besonders Geld lagen, von demLieutenant Negro getrennt, und war gegen die böhmische Grenzegezogen, nachdem er sich auf dem Marsch mit dem mehr erwähn-ten Unteroffizier Maschke vereinigt hatte, der einen TransportMontirungsstücke von jenseits der Oder geholt hatte, und ihnlängs der Grenze nach Glatz zu transportiren beabsichtigte. Derîc. Witzenhausen erklärte nach den eingegangenen Nachrichten vomFeinde, daß es unmöglich sei, noch längs der Grenze durchzu-kommen, er sich daher nach Böhmen wenden würde. Als sichder rc. Maschke dem widersetzte, erschoß der rc. Witzenhausen des-sen Begleiter, lud das Geld von dem Wagen ab und ging überdie Grenze, wo ihm indessen die Beute abgenommen wurde; nur2 Husaren von dem Kommando kehrten nach Glatz zurück, undgaben dem Grafen Götzen von dem Vorgefallenen und von dem