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Es hatte der Oberst Morio, Adjutant Jerome's, welcher nachDresden gegangen war, um den Marsch des sächsischen Kon-tingents, in so weit es dem 9. Korps zugetheilt worden war, zubeschleunigen, 2 Grenadierbataillone nach Frankenstein in Marschgesetzt, und Jerome hatte den Oberst - Lieutenant Bouille mit120 französischen Dragonern den Sachsen nach Neurode entge-gengesandt, um dieselben von dort nach Frankenstein zu geleiten.Der Graf Götzen ließ sogleich den Major Görtz mit 150 Pfer-den und etwa 300 Mann leichter Infanterie gegen Neurode vor-gehen, und ein Soutien von 400 Mann und 2 Kanonen bisHollenau an der Steine folgen. Die übrigen leichten Truppenstanden in der weitläuftigen Postirung zwischen Neudeck und Wie-sau, und konnten erst später eintreffen. In der Gegend vonSchlegel stieß man auf den Feind; man erkannte bald, daß manmit 2 Bataillonen Sachsen, 2 Kompagnien württembergischerJäger ') und 120 Mann Kavallerie zu thun habe. Die preu-ßische Kavallerie ging zum Angriff vor, die feindliche zog sichhinter die Infanterie zurück. Da der Graf Götzen es nicht wagte,mit dem Soutien über das Defilec der Steine vorzugehen, umnicht von Wartha her im Rücken angegriffen zu werden, so be-fahl er, den Feind nur ernsthaft zu beschäftigen, bis von Silber-berg günstig eingewirkt werden konnte, oder die beorderten Ver-stärkungen leichter Truppen herangekommen sein würden. DieGarnison von Silberbcrg wurde indessen durch eine falsche Nach-richt abgehalten, vorzugehen, und die leichten Truppen trafen erstin der Dunkelheit ein. Der Feind zog sich aus der Flanke überGabersdorf nach Wartha zurück. Ein Major und 1 Subaltcrn-Offizier nebst mehreren Gemeinen waren todt zurückgeblieben, und17 Sachsen als Deserteurs eingebracht worden.
In der Nacht zum 31sten kam der ehemalige GutsbesitzerCaspari, durch den Oberst-Lieutenant Landrath Prittwitz aus derGegend von Neiße abgeschickt, nach Glatz, und brachte die Nach-richt, daß man in Neiße mit dem Feinde einen Waffenstillstand
I) Dieselben mögen sich wohl von dem Detaschcment des GeneralsPerneti angeschlossen haben.