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Zwanzigstes Kapitel.
Einschließung und Kapitulation von Glatz. —Begebenheiten vor Silberberg. — Ende derFeindseligkeiten in Schlesien.
Als der General-Gouverneur erfuhr, daß Neiße kapitulirthabe, die Hoffnung aber, noch vor der wirklichen Uebergabe, die-ser Festung Entsatz zuzuführen, sehr geschwunden war, sah ervoraus, daß der Feind sich sehr bald mit allen den Kräften, dieer gegen Neiße verwandt, und die er zur Beobachtung der Graf-schaft Glatz bei Frankcnstein aufgestellt hatte, gegen Glatz undSilberberg wenden würde, wenn es nicht gelänge, einen Waffen-stillstand zu erlangen.
Für Silberbcrg glaubte der Graf Götzen hinlänglich gesorgtzu haben, wenn er den Major Massow zum Vice-Kommandantenernannte, um dem ersten Kommandanten eine kräftige Unterstützungzu gewähren. Der bisherige Vice-Kommandant, Rittmeister Bic-berstcin, war zur Führung bei den leichten Truppen unentbehrlichgeworden.
Für Glatz war die Sorge nicht so leicht beseitigt.
Die Festung Glatz theilt sich in drei Haupt-Abschnitte:
1) die Befestigung des hohen linken Thalrandes der Neißemit dem nördlich detaschirten Werke, dem Kranich; sie bildet dieHauptfestung, den höchsten Theil aller Festungswerke, welcher selbstden rechten Thalrand dominirt;
2 ) der Schäferberg, die Befestigung des hohen rechten Thal-