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Icon sich über die eingegangenen Konventionen mißbilligend ge-äußert hatte. Man ließ sich gegen die preußischen Offiziere ineinem sehr gereizten Tone dahin aus, daß es den Anschein habe, alswolle man in Kose! Anstand nehmen, die Festung am 16. Julizu übergeben, welches auf jeden Fall geschehen müsse, widrigen-falls die Belagerung selbst dann wieder beginnen würde, daß derFriede ratifizirt werden sollte; man ließ durch die Offiziere denGrafen Götzen auffordern, dem Kommandanten von Kosel denBefehl zur Ucbergabe zu ertheilen, im Vcrweigerungsfall würdendie Feindseligkeiten am 15. Juli auch vor Glatz beginnen; wegender Hirschfeldschen Truppen würde man sich selbst zu helfen wis-sen. Die beiden Offiziere kehrten daher unverrichteter Sache nachGlatz zurück.
Der Kommandant von Kosel hatte nämlich in Bezug aufdie Bedingungen des Tilsiter Waffenstillstandes einige Auffor-derungen wegen des Ravitaillements der Festung an das Blo-kade-Korps ergehen lassen; der kommandirende Offizier hatte beiJerome angefragt, und zur Antwort erhalten, daß dies Alles nichtnothwendig sein dürfte, da die Festung ja binnen wenigen Tagenübergeben werden müsse. Der Kommandant hatte nun sehr rich-tig auseinandergesetzt, wie die Uebergabe einer Festung und dieGefangennehmung einer Garnison während eines allgemeinen Waf-fenstillstandes, gegen allen Kriegsgebrauch, im vorliegenden Fallaber auch gegen die ausdrückliche Bestimmung des Waffenstill-standes sei, da dieser festsetze, daß während seiner Dauer in An-sehung der Festungen Schlesiens Alles in ststu quo, wie es am25. Juni gewesen, verbleiben, die Garnison und Kriegsbedürfnissenicht vermehrt, dahingegen auch französischer Seits keine Fort-schritte gemacht werden sollten; er könne daher die Festung ohneBefehl des Königs oder des General-Gouvernements, nicht über-geben. Da nun der Graf Götzen zwar wußte, daß Kosel sichnicht länger vertheidigen könne, aber hoffte, die brave Garnisonwerde sich nicht früher wirklich ergeben, als bis die Feindseligkei-ten eröffnet würden, wodurch auch ihm Veranlassung zum Bruchder Glatzer Konvention gegeben wäre, so schrieb er unterm 11. Julian Jerome, daß er mit den Ansichten des Obersten Puttkammer