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ZweiundMarrzigstes Kapitel.
Die Schill'fchen Unternehmungen bis zur Erthei-lung der königl. Genehmigung zur Errichtungeines Freikorps l ).
Der Sekonde-Lieutenant Schill vom Regiment Königin-Dra-goner, war bei Auersiädt verwundet worden, hatte nach mehr-facher Gefahr gefangen genommen zu werden, glücklich Kolbergerreicht und daselbst eine liebreiche Pflege gefunden. Die Schmachdes Vaterlandes bewegte ihn tief, und obgleich noch nicht völlighergestellt, ließ es ihn doch keine Ruhe als die Gefahr nahe rückte,Laß auch sein Zufluchtsort vom Feinde ernstlich bedroht wurde.Er bot dem Kommandanten seine Dienste an, sei es auf demWall, sei es außerhalb der Festung; er erbot sich, aus der Um-gegend die fehlenden Lebensmittel herbeizutreiben, besonders dieUeberrcste der im vergangenen Winter für das Tolstoy'sche Korps
1) Da der 4. Band dieser Geschichte bereits in der Darstellung derBegebenheiten in Schlesien hier und da in geringfügige Details hat ein-gehen müssen, um die Art der Kriegsührnng daselbst anschaulich zu machen,so erscheint es auch wohl gerechtfertigt, die Schill'fchen Unternehmungen inaller Ausführlichkeit zu behandeln, wozu man auch dadurch aufgefordertwird, daß sie zu ihrer Zeit, wo so wenig von Thaten preußischer Truppengehört wurde, besonderes Aufsehen erregten, und man eine vollständige Be-leuchtung derselben daher leicht vermissen könnte.