Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Theil auch durch den Augenschein, daß eine große Masse Ver-sprengter und Ranzionirter jenseits und diesseits der Oder um-herzögen, um wiederum ein Unterkommen zu finden, wo sie ihremköniglichen Herrn Dienste leisten könnten. Was Schill selbst vonsolchen Leuten aufstieg, wies er nach Kolbcrg und sorgte dafür,daß ihnen auch anderweitig die Festung als Vereinigungspunktangewiesen wurde. Ebenso überzeugte er sich, daß nicht allein inden kleinen Kavallerie-Garnisonen noch Montirungsstückc undWaffen rc. von den abmarschirten Regimentern zurückgelassen wor-den, sondern auch überall im Lande zerstreut Waffen, Bekleidungs-gegenstände, selbst Dienstpferde sich vorfänden, welche von denVersprengten, Ermüdeten re. zurückgelassen oder auf sonst eineWeise verschleudert worden waren. Wurde es nun von der Kom-mandantur gestattet, aus jenen Ranzionirten und VersprengtenInfanterie- und Kavallerie-Abtheilungen zu formircn, und die-selben durch Rckruten-Aushebungen in den vom Feinde nicht be-rührten Landestheilen zu verstärken, so konnte nach der AnsichtSchill's nicht allein die Besatzung von Kolberg auf einen re-spektabeln Fuß gebracht, sondern es konnten auch Kräfte zu Un-ternehmungen außerhalb der Festung gegen den schwachen Feinderübrigt werden, dessen Wirksamkeit zur Zeit auf die der Besatzungvon Stettin beschränkt war; eine Wirksamkeit, die sich nur durchRekognoszirungen, Eintreibung von Lieferungen, Deckung derKommunikationen äußern konnte. Da nun auch jenseits der Odererst in der ersten Hälfte des Dezembers die Divisionen Dejeanund Dupas vom 8. Korps des Marschalls Mortier an der Peeneeintrafen, und auch dann noch in ihrer anfänglichen geringenStärke von den Schweden vollkommen in Schach gehalten wur-den, weiter westlich bis zur Elbe und südlich bis an die schlesischcànze das Land frei gelassen war, oder höchstens von kleinenfranzösischen Besatzungen beobachtet wurde, so gingen die Gedan-ken Schill's auch frühzeitig in weite Ferne, weit über die Gren-zen Kolbergs hinaus. Hatte er erst durch Vernichtung der her-umziehenden feindlichen Detaschements und durch glückliche Unter-nehmungen das Vertrauen von Pommern und von allen denentfernteren, unbesetzten Landstrichen im Rücken des Feindes ge-