Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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die Zugbrücke bei Wollin über die Divenow niedergelassen unddas Thor offen sei. Der Major Jargow konnte sich mit demHauptmann Waldenfels über die Art des Angriffs nicht einigenund kommandirte endlich zu seiner Kavallerie: Trab! So ginges über die Brücke, gefolgt von den beiden Geschützen; die beidenfeindlichen Doppelposten auf der Brücke wurden zurückgeworfen,ohne daß sie einen Schuß abgegeben hätten. Punkt 8 Uhrsprengte die Kavallerie in die Stadt, fand erst auf dem Marktgeringen Widerstand, da die Franzosen vollkommen überfallen wa-ren und in den Häusern steckten. Die Kavalleristen zerstreutensich. Die Franzosen kamen allmälig zur Besinnung, stürzten ausden Häusern und griffen die Preußen an oder schössen aus denHäusern nach ihnen. Der Major Jargow fiel, durch einen Ba-jonettstich und mehrere Schüsse verwundet, auf dem Markt. EinTheil der Franzosen wandte sich nach dem Thor, wo die beidenGeschütze, welche der Kavallerie bis dahin gefolgt waren, bei derEnge nicht umwenden konnten und genommen wurden, worauf,nachdem nur wenige Kavalleristen und der schwer verwundeteFähnrich Heinze sich durchgeschlagen hatten, die Zugbrücke auf-gezogen, das Thor geschlossen und der übrigen preußischen Ka-vallerie der Rückzug abgeschnitten wurde, so daß diese sich mitnamhaftem Verlust durch das ebenfalls besetzte Swienemündcr-Thor durchschlagen mußte. —

AIs der Lieutenant Blankenburg in der Morgendämmerungbei Gaulitz angekommen war und sich übersetzen ließ, hörte erbereits das Feuern in Wollin, und sah die einzelnen Reiter beimBeginn des Tages aus der Stadt jagen. Der Feind hatte miteiner Abtheilung die Windmühlenhöhe vor dem Swienemünder-Thor besetzt. Ein Rückzug nach den Kähnen schien dem Lieute-nant Blankenburg mißlich, und da auf eine Unterstützung desLieutenants Grumbkow gerechnet werden konnte, so entschloß ersich zum Angriffe. Mit einem Zuge ließ er den linken Flügelangreifen, mit dem Rest griff er selbst den rechten Flügel desFeindes an, der eine Masse formirt hatte, während die beidenhinter dem Hügel aufgestellten Tambours Marsch schlugen. Ohne