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Zweiter Theil. Vierter Band.
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und 2 Kanonen angegeben; in der Stadt waren, außer demMajor Jargow, 22 Kavalleristen und nur 1 Franzose gefallen.Der Adjutant des französischen Bataillons-Kommandeurs warvon einem abgesessenen Reiter im Bette überfallen und sehr schwerverwundet worden; der Kommandeur war entkommen. Der Lieu-tenant Blankenburg und einige Gefangene entkamen glücklich. DieFranzosen wollen 4 Geschütze erobert haben.

Es scheint, daß das unpassende Verhältniß, daß der Haupt-mann Walvenfels die Erpedition kommandirte, während ein Ma-jor unter ihm die Kavallerie führen sollte, die Veranlassung gege-ben hat, daß der Hauptmann den Major wiver die eigene Ansichtgewähren und die Kavallerie den ersten Angriff machen ließ.

Der Oberst Lucadou hatte an diesem einen völlig verfehltenUnternehmen gerade genug, um sich auf keine weit ausgreifendeExpeditionen weiter einzulassen; dagegen war der Lieutenant Schill,obgleich er bei Wollin einen Theil seiner Kavallerie eingebüßthatte, keinesweges entmuthigt und von seinen Lieblingsplänen ab-wendig gemacht worden. Er fuhr einstweilen fort, Ranzionirtezu sammeln und durch kleine Streifereien von Greiffcnberg ausdem Feinde Abbruch zu thun. Schon am 7. Januar mächte derzurückgekehrte Unteroffizier Poppe einen Streifzug gegen Frepcn-rvalde, welche Gegend häufig vom Feinde patrouillirt wurde, nahmin der Stadt eine königliche Kasse in Beschlag und hob in derVorstadt von Stargardt und den umliegenden Dörfern 20 könig-liche Dienstpferde auf. — Bei einer späteren Rekognoszirung er-fuhr der Unteroffizier, daß der Feind Wollin geräumt und wenigeMannschaft daselbst zurückgelassen habe. Sogleich wandte er sichmit seinen 8 Mann nach Wollin, drang ungehindert in die Stadtein, bemächtigte sich der dort stehenden 6 Franzosen und einesgroßen Theils der am 6. verloren gegangenen Armaturstücke undkehrte damit nach Greiffenberg zurück. Nach wenigen Tagen zoger von dort mit 5 Mann über Freyenwalde, Zachan, Arends-walde, und bemächtigte sich überall der königlichen Kassen. Gleich-zeitig hatte der Unteroffizier Zoch mit 16 Husaren und 12 Jä-gern einen Streifzug über Daber und Reetz unternommen, den