Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Unterstützung der Kavallerie im Verein mit der aus der Stadtverdrängten Infanterie rechnen durfte. Alles kam zunächst daraufan, die erwähnten Bretter zu beseitigen, auf welche der Feind indessenbereits sein heftigstes Feuer richtete, so daß die damit beauftrag-ten Leute zögerten an's Werk zu gehen. Da entschloß sich Schillselbst zu dem gefahrvollen Unternehmen und führte es, durch denLieutenant Petersdorf und den Volontair Kayser unterstützt, glück-lich aus; eine Gewehrkugel verwundete ihn aber am Arm. Diebeiden Geschütze', von denen das eine im Eingänge, das anderelinks desselben, jedoch am Fuß des Erdwalles postirt worden war,waren dem feindlichen Feuer sehr ausgesetzt; ebenso die hinterden unvollendeten Brustwehren zu beiden Seiten des Eingangesaufgestellte Infanterie. Die Bedienung des letztgenannten Ge-schützes war bald größtentheils gctödtet oder verwundet, und. mußtedas Geschütz endlich schweigen, als auch der Feuerwerker Erkert,der selbst Hand angelegt hatte, schwer verwundet fiel. Dage-gen unterhielt das Geschütz im Eingang, das den Damm derLänge nach bcstrich und weniger crponirt stand, ein mörderi-sches Feuer; auf seiner ununterbrochenen Wirksamkeit beruhte dieHoffnung des ferneren Wiverstandcs. Als indessen auch hier einArtillerist nach dem Andern niedergestreckt wurde und endlich nurnoch ein Einziger, Namens Marunge, dasselbe mit Muth undAusdauer bediente, leisteten die Lieutenants Fabe und Petersdorfund Schill selbst die thätigste Hülfe. Obgleich verwundet, bliebLetzterer, durchdrungen von der Nothwendigkeit seiner Anwesenheit,mit einem nur leichten Verbände bis zu dem Augenblick auf sei-nem Posten, wo das Gefecht eine günstige Wendung nahm, unddie Entkäftung durch den Blutverlust so groß geworden war, daßer nicht mehr im Stande war ein Pferd zu besteigen. Gegen5 Uhr ließ das Feuer des Feindes nach, als er sich von der Er-folglosigkeit seiner Angriffe überzeugt hatte, und nun wurde derRückzug um so schneller angetreten, als die Schillssche Kavalleriezum Angriff bereit war.

Die auf dem Amte versammelt gewesenen Kavallerie-Offizierehatten beim Andringen des Feindes kaum so viel Zeit gehabt,um sich auf ihre Pferde zu werfen und nach den Kavallerie-Kan-