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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Am 5. März griff der Feind wiederum den Posten auf demKautzenberge an und warf ihn zurück, wurde jedoch durch dasFeuer der im Retranchement vor Sellnow aufgestellten 2 — 3=Pfund er und 1—öPfünder unter dem Artillerie-Lieutenant Schaalegenöthigt, den Kautzenbcrg wieder zu verlassen.

Nachdem der Feind die Aufmerksamkeit der Besatzung völligauf die Westseite der Festung gelenkt zu haben glaubte, ging eram 5. März von Körlin aus weiter vor und suchte die Festungauch auf der Ostseite einzuschließen.

In den ersten Tagen des März war ein feindlicher Oberstbei Körlin gefangen genommen worden und hatte sich für einenParlamentair ausgegeben. Der Unteroffizier Griefe hatte ihn vonFritzow nach Kolberg zum Rittmeister Schill gebracht, der ihn zudem Kommandanten wies, welcher den Franzosen nach Durchsichtder Papiere wieder nach Fritzow zurückschickte, wo ihn indessenSchill, der sich nicht von der Richtigkeit der Angaben des feind-lichen Offiziers überzeugt hatte, aufs Neue gefangen nahm underst auf gemessenen Befehl der Kommandantur auf freien Fußsetzen ließ. Der Posten des Unteroffiziers Griefe wurde eingezo-gen. Diesem Hin- und Herreiten des sogenannten Parlamentairsglaubt man die Kenntniß der preußischen Vorposten-Aufstellungbeim Feinde zuzuschreiben, genug am 7. März überfiel eine starkefeindliche Kavallerie-Abtheilung den Vorposten — 34 Husarender Schwadron Brünnow — in Mechentin, nahm ihn gefangen,und trieb das in Zernin stehende Soutien, namentlich das Kü-rasfier-Depot von Bailliodz, in der Richtung gegen den Körliner-Damm zurück. Der Lieutenant Diezelsky, der gerade zum Visiti-ren der Vorposten unterwegcs war, begegnete den Flüchtlingen,brachte sie, im Verein mit dem Lieutenant Flemming, nach einigenBemühungen zum Stehen und sandte sofort nach Neknin undBullenwinkel um die eigne Schwadron allarmiren zu lassen. Inverhältnismäßig kurzer Zeit sammelte sich die Schwadron; ihrtapferer Führer ging sogleich zum Angriff vor, vertrieb den Feindaus Zernin und verfolgte ihn bis Dcgow, wo indessen bereitsfeindliche Infanterie eingetroffen war, die einem weitem Vor-gehen Grenzen setzte. Einige Gefangene waren wieder befreit und