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Augenblick, nahm den Vortrupp auf, stürzte sich in das Dorf,warf die sich ihm entgegenstellenden Reiter über den Haufen, wandtesich nach dem Herrnhof, wo der größere Theil der Kavallerie lagund richtete dort und in den Bauerhäusern ein großes Blutbadan, doch da der ihm mit der Schwadron folgende Licut. Ketten-burg unmittelbar vor dem Dorfe Halt machte, statt durch dasselbevorzugehen und dem Feinde den Rückzug zu nehmen, konnte nichtverhindert werden, daß ein Theil des Feindes zu Pferde kam undsich mit großer Tapferkeit, besonders von Seiten der Sachsen,durchschlug. Der Feind wurde bis nach dem nahe gelegenen Waldeverfolgt, doch als die offenbar falsche Meldung einging, daß feind-liche Kavallerie von Warbclow — à Meile südlich — gegen Stolpeanrücke, ließ der Lieutenant Brünnow Appel blasen und gingnach letzterem Orte zurück.
Der Feind hatte 32 Mann Sachsen und Polen todt aufdem Platze liegen lassen, 25 Mann waren schwer verwundet,7 Mann gefangen genommen und 50 Pferde erbeutet worden.Von der Schwadron Diezelksky, die allein Theil am Gefecht ge-nommen, war 1 Mann gctödtet, der Führer selbst und 7 Mannwaren verwundet. Der Lieutenant Diezelsky war der Erste imFeinde gewesen, hatte 5 Mann vom Pferde gehauen und mehrereverwundet. Den Polen hatte man keinen Pardon gegeben. Einpolnischer Offizier wurde von dem Lieutenant Brünnow niederge-hauen.
Zu dem glücklichen Ausgange des Gefechts sollen auch meh-rere beritten gemachte Jäger beigetragen haben, welche abgesessenund hinter Zäunen und Häusern gedeckt ihren Feind erlegten.Es hatten sich der Schill'schen Kavallerie nämlich einige 70 Jä-ger und Infanteristen angeschlossen und hatte man die Ersterendurch Beutepferdc beritten gemacht.
In Stolpe wurde Ruhetag gehalten; vom Feinde war nichtszu sehen. Von Stolpe ging der Lieutenant Brünnow hinter dieGrabow zurück, von wo aus er die Verbindung des Feindeszwischen Danzig und Kolberg beunruhigte, Posten und Staffctenaufhob.
Die Lage der Schill'schen Kavallerie wurde indessen mit jedem