Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Bauerpferdc nach Kammin, wo er kurz nach dem Abmarsch einesfeindlichen Detaschcments eintraf. Daselbst erfuhr er, daß Wol-lin noch im Besitze der Franzosen sei, was auch durch einen ab-gesandten Boten bestätigt wurde. Er ging nun zu Wasser nachSwicnemünve, und daselbst erst traf ihn die Nachricht von deram 13. Nachmittags ohne allen Widerstand erfolgten BesitznahmeWollins durch die Schweden, auch fand er ein Schreiben desschwedischen Oberst-Lieutenants Palmenstierna mit der Aufforde-rung, auf das Schleunigste nach Anklam zum General Armfeltzu reisen. Bei dem Abgänge nach Anklam übersandte der Ritt-meister Schill dem Lieutenant Brünnow den Befehl, sofort mitder Kavallerie nach Wollin aufzubrechen; der Lieutenant Grubensollte den Marsch mit den Jägern und einem Theil der Infan-terie bis über Treptowcr-Deep hinaus sichern.

In dieser Zeit hatte sich aber auch der Kommandant vonKolberg entschlossen, mit den Schweden in engere Verbindungzu treten und hatte den Lieutenant Bülow vom Infanterie-Re-giment Kunheim, zur Zeit im Grenadier-Bataillon Waldenfels,und den Lieutenant Lucadou nach Swienemünde gesandt, wo dievielen noch in Vorpommern zerstreuten Ranzionirten gesammeltwerden sollten, während der erstere Offizier ein Schreiben an dieGenerale Essen und Armfelt abzugeben hatte, in welchem umUnterstützung an Waffen und Munition nachgesucht wurde. DerGeneral Armfelt in Anklam empfing zwar den Lieutenant Bü-low sehr freundlich, schlug aber die Bitte um Verwendung beidem General Essen rund ab. Dieser letztere General hatte in-dessen kaum die Nachricht von der Ankunft eines preußischen Of-fiziers, von der Kommandantur zu Kolberg abgesandt, erhalten,als er nach Anklam eilte, und dem rc. Bülow die freundlichstenVersicherungen ertheilte, daß die gewünschten Unterstützungen nichtausbleiben würden. Da traf auch der Rittmeister Schill aufGrund der Einladung des Generals Armfeit in Anklam ein, ummit ihm in Bezug auf die eigenen Pläne das Weitere zu bespre-chen. Beide preußische Offiziere einigten sich über das, was vondem schwedischen Gouvernement zu erbitten sei und reisten mitvielen Verheißungen ab.