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Zweiter Theil. Vierter Band.
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chem man in der Festung keine Ahnung hatte. Es handelte sichum nichts Geringeres, als um die Ableitung der Persantc, dieVernichtung des ganzen Ueberschwemmungs-Systems und die Ver-sandung des Hafens. Durch die Anlage eines neuen Bettes inder Niederung zwischen dem Kartoffel- und dem Kautzenberge,die Bürgcrwiesen und den Prinzendamm durchschneivend, und durchVertiefung des Grabens und des kleinen Baches, der sich in derNieverung nach Neu-Borck zum Spiebach fortzieht, sollte die Per-sante in das Thal des Spiebaches und in den Kampschen-Seebeim Kolbergschen-Decp geleitet werden. Man ging mit dergrößten Thätigkeit ans Werk, doch traten so viele Schwierigkeitenentgegen, daß man bald davon abstehen mußte.

In den letzten Tagen des Aprils wurden die bereits gear-beiteten Schanzen Nr. 8. 9. und 10. und eine Mitte Aprils ge-arbeitete Schanze Nr. 12. im Waldfelde an den Radewiesen zustärkeren Redouten umgewandelt, um unter dem Schutz des Feuersderselben den Bau von Dämmen nach dem Binnenfclde zu begin-nen und den Uebergang und das Festsetzen auf demselben vor-zubereiten.

Das erfolglose Beschießen der Festung dauerte auch in die-ser Periode wie früher fort. Von Zeit zu Zeit warf der Feindvon der Batterie vor der Altstadt und aus der Redoute Nr. 1.Granaten nach der Stadt und schickte auch wohl Kugeln nachderselben. Die Festung beantwortete das feindliche Feuer ausder Schanze am weißen Kruge und von den Werken, und am23. April fand ein allgemeines Bombardement auf die Altstadtstatt, das aber gleich den frühern Versuchen, die dortigen Bau-lichkeiten zu zerstören, ohne Erfolg blieb. Obgleich am 24. Aprilein kleiner Transport Belagerungsgeschütz in Zernin anlangte,blieb die Wirkung der feindlichen Artillerie auch Ende Aprils ganzunbedeutend. In den Schanzen war immer noch wenig Geschützbemerkbar, und Wurfgeschütz befand sich lediglich in der SchanzeNr. 1. und der Batterie Nr. 2.

Von den durch Napoleon herbeibeorvcrten Verstärkungstrup-pen traf zuerst das 1400 Mann stark sein sollende polnische In-