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Zweiter Theil. Vierter Band.
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geworfen, pallifadirt und mit Geschütz besetzt. Als die Arbeitauf dem Wolfsberge eingestellt wurde, hatte man vorläufig da-selbst einen bespannten 6 Pfänder aufgestellt, der bei einem über-legenen Angriff sogleich zurückgenommen werden sollte. Die Be-satzung in dem befestigten Pulverschuppen Nr. 4. erhielt die An-weisung, sich bis auf den letzten Mann zu halten. Die zwischendem Fort Münde und der Kirchhvfsschanze gearbeitete Flesche c.wurde in der Kehle geschlossen, pallisadirt und auf Befehl des2ten Kommandanten durch eine Kommunikation mit beiden ge-nannten Werken in Verbindung gesetzt, doch blieb die Ausfüh-rung bei dem sandigen Boden nur mangelhaft; der Graben ver-sandete fortwährend. —

Die nach dem 12. April vorgefallenen Gefechte bestandenzunächst nur in Borpostenneckereien, so daß bis zum 22sten ziem-liche Ruhe herrschte. So nöthigte am 17ten eine feindliche Ka-vallerie-Partei die Vorposten von Borck und Alt-Werder zum Rück-züge gegen Neu-Werder und plünderte die erstgenannten Dörfer.Als man erfuhr, daß es polnische Insurgenten gewesen seien,wurde ihnen sogleich nachgesetzt. In der Nacht zum 20sten ge-lang es den Schill'schen Husaren ihnen beizukommen und 7 Mannniederzuhauen. Einige Streifereien, von der Kommandantur an-geordnet, scheiterten gänzlich. So ging der Lieutenant Schmelingvvm Füsilier-Bataillon Möller am 14ten mit 18 Mann zu Was-ser nach Möllen, um von dort aus ein in Köslin zur Eintrei-bung von Kontribution cingetroffenes Kommando aufzuheben.Der Feind war zu stark und am 17ten kehrten die Füsiliere un-verrichteter Sache zurück. Der Versuch, die Kassen in Treptowdurch ein Kürassier-Kommando aufzuheben, mißlang gleichfalls.

Am 24. April, wo also auf Seiten des Feindes bereitsbedeutende Verstärkungen eingetroffen waren, fand das erste ernsteGefecht wiederum statt. Der Feind griff die preußischen Vor-posten vvm Bullcnwinkel und dem Stadtwalde aus durch großeÜberlegenheit an, und zwar in der Absicht, das der Garnisongehörende, auf dem Binnenfelde weidende Vieh fortzutreiben. DenAngriff von Bullenwinkel her unterstützte der Feind durch einigeFeldgeschütze, die er vor der Ziegelei des Dorfes aufstellte. Die