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in 2 Tagen Danzig oder Marienwerder erreichen zu können. DerM. Mortier sollte sich mit den disponiblen Kräften schleunigstnach allen den Punkten begeben, wo der Gegner eine Landungunternahm, sei es in den Odermündungen oder bei Kolberg oderbei Danzig, und sein Hauptquartier zwischen Kolberg, Danzig undMarienwerder nehmen. Die Belagerung von Kolberg sollte mitder größten Thätigkeit geführt werden, und der von Küftrin inStettin, so wie der in Magdeburg eingetroffene Belagerungsparkfür Kolberg bestimmt sein. In Folge dieser Weisungen ging derM. Mortier von Stettin nach Rummelsburg, erhielt indessen be-reits am 13. Mai den Befehl, mit der Division Dupas den M.Lefebvre vor Danzig zu verstärken. Dagegen wurde der M. Bruneangewiesen, nöthigenfalls den General Loison zu unterstützen undtraten zu dem Ende die Belagerungstruppen in den Verband desObservations-Korps.
Eine bedeutendere Verstärkung der Truppen vor Kolberg alsdie bereits erwähnte von Napoleon angeordnete, konnte nicht füg-lich bewirkt werden, da nach dem voraussichtlichen baldigen Fallevon Danzig, alle Kräfte angesetzt werden mußten, um dem Kriegedurch einen großen Schlag jenseits der Weichsel schnell eine ent-scheidende Wendung zu geben; da ferner gegen die Schweden diegrößte Vorsicht angewandt werden mußte, seit der König vonSchweden dem am 29. April vom General Essen angenommenenadditionellcn Artikel der Waffenstillstands-Konvention, nach wel-chem die lOtägige Kündigung in eine einmonatliche verwandeltwurde, die Ratifikation versagt hatte. Die Stärke des Belage-rungskorps zu allen Zeiten anzugeben, und die einzelnen Trup-pentheile zu bezeichnen, welche zu dieser und jener Zeit hinzugetre-ten und wieder abgezweigt worden sind, ist ganz unmöglich ge-wesen. Anfangs Mai möchte der General Loison gegen 8000Mann unter seinen Befehlen gehabt haben. Das von Berlin inMarsch gesetzte 4. italienische Linien-Jnfanterie-Regiment muß sehrbald eingetroffen sein; am 21. und 30. Juni trafen weitere Ver-stärkungen ein, so daß nach ziemlich übereinstimmenden Nachrich-ten am Schluß der Feindseligkeiten gegen 14000 Mann vor derFestung gestanden haben.