Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Damm. Je mehr sich das feindliche Geschütz in den verschiede-nen Redouten mehrte, und namentlich stärkere Kaliber hinzutraten,je mehr beherrschte er das Binnenfeld, besonders den südöstlichenTheil desselben, und je schwieriger wurde ein Vorgehen aus dem-selben.

Die beiderseitigen Vorposten standen sich jetzt auf dem Bin-nenfelde in geringer Entfernung gegenüber, was zu einem bestän-digen Geknacker Veranlassung gab, obgleich der Kommandantden strengsten Befehl gegeben hatte, alles unnöthige Schießen zuvermeiden; es wurden dadurch auch beiden Theilen nicht unbe-deutende Verluste zugefügt, obgleich die Posten in Löchern mög-lich gut gedeckt standen. Auch am Strande wiederholten sich dieVorpostengefechte täglich, und wurden am 10. Mai bei einem sol-chen dem Feinde 18 Gefangene abgenommen.

Am 12. Mai verließ der zweite Transport der Schill'schenKavallerie auf schwedischen Transportschiffen die Festung und mitihm ging der Rittmeister Schill zu seiner neuen Bestimmung, beidem Blücher'schen Korps ein neues Freikorps in Schwedisch-Pom-mern zu bilden, ab.

Der feindliche Belagerungspark hatte sich gegen die Mittedes Mai's in etwas verstärkt. Am 14. wurden 1 Haubitze undmehrere Kanonen schweren Kalibers in die Verschanzungen aufdem Klofterfelde und in die Schanze Nr. 13. gebracht; auch wurdedas feindliche Feuer am 14. und 15. lebendig, besonders und mitmehrerem Erfolge als bisher gegen die Arbeiten auf dem Wolfs-berge und an den Blockhäusern. Um das feindliche Feuer ab-zulenken, lichtete am 15. die schwedische Fregatte um 10 Uhr Vor-mittags die Anker, um in die Höhe des Stadtwaldes zu segelnund von dort aus die feindlichen Redouten und das polnische La-ger zu beunruhigen. Sie unterhielt ihr Feuer etwa eine Stundelang aus den 36- und 24pfündigen Kanonen und tödtete undverwundete mehrere Leute im Lager, wodurch die Polen so außerFassung gebracht wurden, daß sie in großer Unordnung das La-ger verließen, und erst in der folgenden Nacht zurückkehrten, ihreLagerstätten tiefer in die Erde gruben und sich durch Erdaufwürfegegen die See hin zu sichern suchten.