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Zweiter Theil. Vierter Band.
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welchen schlechte Menschen, meist Bauern und Vagabonden, unterdem Namen von Parteigängern führten. Die Einwohner solltenangewiesen werden, alle Nachrichten zu liefern, welche die Gefan-gennehmung jener Leute erleichtern könnten, und im Unterlassungs-fälle harten Strafen unterliegen.

In Bezug auf die Behörden, die in jedem Augenblick vomFeinde erreicht werden konnten, waren jene Maßregeln nicht ohneErfolg; dagegen blieben sie in Bezug auf die Einwohner ohnealle Wirkung, und es gelang dem Feinde nicht früher, dem Par-teigängerkriegc ein Ende zu machen, als bis Kolberg dergestaltbedrängt wurde, daß sie sich von selbst verboten.

Als der am 20. Mai vom Lieutenant Gruben aufs Neuemit 25 Mann ausHesandte Bolontair Müller glücklich die Odererreicht und bei Nahaufen 4 mit Getraide beladcne Wagen ge-nommen hatte, erfuhr er, daß in dem è Meile entfernten Königs-berg Burgemeister und Magistrat den Beschluß gefaßt hätten, dieBürger zu bewaffnen und bei Annäherung des Detaschements dieSturmglocke ziehen zu lassen. Dessenungeachtet marschirte er nachKönigsberg, vertheilte das genommene Getraide unter die armenSoldatenweiber, bemächtigte sich einer öffentlichen Kasse und zog,durch Ranzionirte auf 70 Mann verstärkt, wieder ab, leider nach-dem der Burgemeister, obgleich jene beschlossene Maßregeln nichtin Ausführung gebracht, auf eine rohe Weife gemißhandelt wor-den war. Bei Petzig überschritt der rc. Müller die Oder undging abermals nach Angermünde, woselbst eine Abtheilung italie-nischer Infanterie, wahrscheinlich von dem auf Kolberg im Marschbegriffenen 4. Linien-Regiment, einquartiert lag. Dieselbe wurdeNachmittags 4 Uhr angegriffen und nach ziemlich andauerndemGefecht mit Verlust aus dem Orte vertrieben, während die Streif-partei nur 2 Todte und 4 Verwundete zählte. Am Abend ver-ließ der Volontair Müller mit der Beute von einigen Gewehren,mehreren Ballen Tuch und Leinewand, Angermünde und wandtesich auf Joachimsthal.

Die Kunde von diesem Streifzuge hatte sich indessen schnellverbreitet und der Feind sogleich seine Maßregeln getroffen, sobaß der Volontair Müller, sich verfolgt sehend, mehrere Tage und