Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Major Gneisenau zur Beibehaltung des bisher beobachteten akti-ven Verhaltens der Garnison. Er beschloß, die Anwesenheit derzum Abgang bereiten schwedischen Fregatte noch zu benutzen undeinen neuen Versuch zur Zerstörung der Grenadier-Schanze zuwagen. Mehrere Gründe: um der unvermeivlichcn Verwirrungeines nächtlichen Angriffs zu entgehen, vorzüglich die Erfahrung,daß der Belagerer seit den letzten Gefechten sehr vorsichtig ge-worden war und während der Nächte stets starke Reserven mitdem Gewehr in der Hand hinter seinen Verschanzungen, besondershinter dem Wolfsberg zusammenzog — veranlaßten den Kom-mandanten, den Sturm, nicht wie bisher in der Dunkelheit, son-dern noch bei hellem Tage ausführen zu lassen, wo ihn der Feindam wenigsten erwartete. Auch glaubte man, daß bei dem Gelin-gen des Unternehmens, die Behauptung und Zerstörung derSchanze während der einbrechenden Dunkelheit leichter zu bewir-ken sein würde.

Zur Vorbereitung des Angriffs verstärkte der Belagerte an-derthalb Stunden vor dem Beginn des Ausfalles, etwa um 4 UhrNachmittags, sein Feuer gegen die Grenadier-Schanze, besondersdurch Wurfgeschoß, und gleichzeitig wurde das Werk durch dieschwedische Fregatte, die sich, so weit es die Wassertiefe irgendgestattete, dem Wolfsberg genähert hatte, mit Nachdruck beschossen,obgleich es vielleicht zweckmäßiger gewesen wäre, die Kommuni-kation zur Schanze unter das Feuer zu nehmen, um die Palli-sadirung niederzulegen und die beim Sturm heranrückenden Ver-stärkungen dem Feuer bloß zu stellen. So kam es denn auch,daß die Kommunikation unverletzt blieb und eine zufällig in die-selbe eingerückte Ablösung ihren Platz darin behaupten konnte.

Das Grenadier-Bataillon sollte wiederum den Hauptangriffausführen, das Füsilier-Bataillon längs des Strandes folgen,das pommerschc Reserve-Bataillon in der Reserve bleiben.

Nachdem die Fregatte allein 157 Schuß gegen die Grenadier-Schanze gesandt hatte, schwieg das Geschütz.

Der Hauptmann Zülich rückte gegen à 6 Uhr mit den Gre-nadieren in entwickelter Front und mit klingendem Spiel gegenden Wolfsberg an, während die Füsiliere links am Strande vor-