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durch den Abgang der 2. Kompagnie im Fort Münde, des De-taschements des Volontairs Müller, der Besatzung des Gradir-wcrkes, durch die an die Artillerie abgegebenen Handlanger, durchbeschäftigte Handwerker und Kommandirte, durch 111 Verwundete,die der Rapport vom 29. Juni nachweist, und durch den Verlustvon 30 Mann im Gefecht am 30. dergestalt vermindert, daß sieam I.Juli nur 360 — 370 Infanteristen — also etwa 90 M.per Kompagnie — und 80 Jäger betrug, eine Stärke, die inkeiner Weise zureichte, die ausgedehnte Verschanzung mit einerHoffnung auf Erfolg zu vertheidigen. Besonders fühlbar machtesich der Mangel an Offizieren, und um so mehr als nach demAbgänge des Rittmeisters Schill und des Hauptmanns Peters-dorf nach Stralsund, sich der Geist im Korps offenbar sehr zudessen Nachtheil geändert hatte. Außerdem hatte sich durch dielange Ruhe, die der Feind den Vertheidigern der Maykuhle be-lassen hatte, ein Sicherheitsgefühl eingeschlichen, von dem selbstdie thätigeren Offiziere nicht ganz frei geblieben waren. —
In der Nacht zum 1. Juli hatte der Feind alle Anord-nungen zum Bombardement vollendet. In die Batterie jenseitsdes Körliner-Dammes waren 6 Mörser und 4 Haubitzen einge-fahren. Um 3 Uhr Morgens, nachdem ein Signalschuß gegebenworden, begann die Bcwerfung der Stadt und das Beschießender Außenwerke mit größter Heftigkeit. Bald darauf erfolgtenauch die Angriffe des Feindes auf allen Punkten.
Vom Strande und von Neu-Werder gingen 2000 Franzo-sen und Holländer in 2 Kolonnen vor. Die eine Kolonne griffdas Gradirwerk an, nachdem die Besatzung des Maschinen-Hau-ses vergeblich aufgefordert worden war. Der Feind wurde mitGewehr- und Kartätschfeuer aus diesem Hause empfangen, undließ, um ohne weitere Verluste zum Ziele zu gelangen, das Gra-dirwerk durch seine Tirailleurs an mehreren Stellen zugleich inBrand setzen.') Der Lieutenant Rüllmann war eben im Begriffvon seinem Posten hinter der grünen Schanze zur Unterstützung
i) Es brannten | des Werkes ab, und wurde der Schaden auf3-400,000 Thlr. geschätzt.