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Maykuhle so nicht verloren gegangen. — Nur der bessere Theilder Schill'schen Infanterie schloß sich allmälig der zum Soutienherbei eilenden Füsilierkompagnie an, und wetteiferte mit dieser anTapferkeit.
Der Major Gneisenau hatte nämlich beim Eingang der Mel-dung von den Angriffen gegen die Maykuhle sogleich die Sou-tien -Füsilierkompagnie unter dem Lieutenant Döring nebst 2 rei-tenden Geschützen zu Hülfe gesandt. Die Kompagnie war imBegriff die Brücke zu überschreiten, als die Schill'sche Infanterie,vom Feinde hart gedrängt, bereits anlangte, und sie in wilderUnordnung passirte.
Die Füsilere nahmen sofort eine Aufstellung auf dem rechtenUfer der Persante, um dem Feinde durch ihr Feuer das Nachfol-gen über die Brücke zu verbieten, die bei dem übereilten Rückzugvon den Zimmcrleutcn nicht mehr hatte abgeschwenkt oder zerstörtwerden können. Das nahe liegende Lizenthaus, das immer eineWache hatte, wurde stärker besetzt, ebenso die übrigen anliegendenGebäude. Der Feind nistete sich nun in den Dünen und hinterden Bäumen auf dem linken Ufer ein, und brachte der anfänglichan der Brücke ohne Deckung stehenden preußischen Infanterie große* Verluste bei. Die beiden Kanonen, mit welchen der LieutenantSchüler sich dicht hinter der Brücke hatte aufstellen müssen, ver-loren bald den größten Theil ihrer Bedienungsmannschaft. Manbildete endlich vor den Geschützen unter dem heftigsten Feuer eineBrustwehr aus dem in der Nähe befindlichen Nutzholz; auch einTheil der Infanterie griff zu demselben Deckungsmittel. Nun hatteaber auch das Geschützfeuer von der Morast -Redoute, der Gel-dern-Redoute, der Kirchhofs-Schanze und dem Fort Münde sei-nen Anfang genommen, und fügte dem Feinde bedeutende Ver-luste bei, ') doch gab derselbe die weiteren Angriffe nicht auf, son-dern zog Verstärkungen heran und verdoppelte seine Anstrengungenzum Fvrciren der Brücke. Ein Versuch des Lieut. Gruben I., dieBrücke zu zerstören, mißglückte unter dem heftigen feindlichen Feuer;
1) Das Gesichtsfeld der Heyden- Schanze war in dieser Richtungverdeckt.