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Zweiter Theil. Vierter Band.
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frift zu erzielen, da Napoleon hierauf einen großen Werth lege,ja selbst den Frieden wünsche.

Die Nachrichten von Rüstungen der Engländer im Hafenvon Jarmouth hatten sich gemehrt, aber Napoleon hatte durchausnichts über das Ziel der Erpeditionstruppen mit einiger Gewiß-heit erfahren können; er erwartete die Landung in Holland, inder Eyder, bei Stralsund, in den Mündnngen der Oder, bei Kvl-bcrg, überall, wo gelandet werden konnte.

Unterm 30. Mai instruirte Napoleon den M. Brune dahin,daß er die holländischen Truppen mit dem linken Flügel auf Kö-vorden dirigiren, das Centrum bei Hamburg, den rechten Flügelan der Pecne aufstellen solle. Eine Division Spanier, welche am10. Juni in Hannover eintreffen würde, sollte nach den Umstän-den auf Holland, Hamburg oder Stralsund dirigirt werden. Vonden französischen Divisionen sollte die Division Boudet von Stet-tin aus auf Kolberg echclonirt werden, und ein Regiment sogleichdie Belagerungstruppen verstärken. Die Division Molitor solltezu Berlin bleiben, bereit nach der Peene, nach Kolberg, auf Ham-burg oder auch nach Schlesien zu marschiren. Von den Rhein-bundstruppen, von denen 6000 Bayern, 2—3000 Würzburger,3000 Mann von den kleinen Fürsten in Bewegung seien, solltedie bei Magdeburg bereits angekommene Brigade Bayern nachden Umständen verwandt werden. — Bei der Unsicherheit derVerhältnisse mit dem Könige von Schweden sollte der Marschallsich von den Stellungen an der Peene und Trebcl unterrichten,um für den Fall des Bedarfs Berlin und Stettin angemessendecken zu können.

Die Unterhandlungen mit den Schweden führten nicht zudem gewünschten Ziele. Als der M. Brune sich beschwerte, daßgegen die Bedingungen des Waffenstillstandes, eine schwedischeFregatte Kolberg unterstütze und ein preußisches Hülfskorps aufRügen organisirt werde, ließ der König von Schweden den Mar-schall zu einer Unterredung einladen, die auch am 4. Juni zuSchlattkow stattfand, indessen zu keinem Resultat führte, vielmehrließ der König, nachdem er seine Ansichten über Legitimitätausgesprochen hatte, sich zu beleidigenden Ausdrücken gegen Na-