Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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noch nicht eingehen wollte, als seine Lage durch die Abfarth derEngländer immer mißlicher geworden war.

Trotz der häufigen, durch Kanonenboote unterstützten Aus-fälle der Schweden aus Stralsund, stellte der M. Brune doch sehrbald die frühere Kontravallationslinie wieder her. Sie wurde aufden beiden, sich an den Strand anlehnenden Flügeln, durch er-höhte, mit 24Pfdrn. annirte Batterien gedeckt. Die Division Loisonlehnte sich vorwärts Voigthagen an die See; die Division Bou-det im Centrum lehnte sich an Pütte und Grünhufe und die Di-vision Molitor stand vor Gr. und Kl. Kedinghagen, der linseFlügel bei Drewshof an der See. Mit der größten Thätigkeitwurde an den Verschanzungen und an der Verbindung derselbenmit den Vortruppen und mit den Kantonirungen gearbeitet.

Napoleon setzte alle Mittel in Bewegung, um die Uebergabevon Stralsund zu beschleunigen. Der Artillerie-General Songiserhielt den Befehl, aus Magdeburg und Stettin und von dem vorKolberg gebrauchten Belagerungspark soviel Material und Per-sonal herbeizuziehen, als nothwendig sei. Der Jngenicr-GeneralChasseloup erhielt die Leitung der Belagerungsarbeiten und solltegleichzeitig mit drei Angriffen gegen die drei Brückenköpfe vonStralsund vorgehen. Der Major- général Berthier mußte sichEnde Juli vor Stralsund begeben, das Belagerungskorps mustern,den Platz rekognosziren und Napoleon berichten. Eine Abthei-lung Badener, eine Abtheilung Spanier unter dem General Vie-deban und andere deutsche Truppentheile verstärkten Ende Julidas Korps vor Stralsund.

Während die Vorbereitungen zur Belagerung im vollen Gangewaren, befahl der M. Brune, sämmtliche Außcnposten der Schwe-den, die diese bis dahin noch unter dem Schutz ihrer Artillerie be-hauptet hatten, nach dem Glacis zurückzutreiben, um in möglichstnaher Entfernung die Trancheen eröffnen zu können. Am 6. Aug.,an dem Tage der Ankunft des Generals Chasseloup, wurden dieschwedischen Vortruppen um 3 Uhr Morgens auf allen Punktenangegriffen, in den gedeckten Weg zurückgeworfen und bei dieserGelegenheit die Festung rekognoszirt. Der General Essen gewannzwar Nachmittags wieder etwas Terrain, doch nach und nach