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die Bitte. Es war ein Unglück, daß der König anwesend war;ein tüchtiger Kommandant würde die Bürger zur Ruhe und Ge-duld verwiesen und das Bombardement erwartet haben, da dieFranzosen mit demselben nicht viel gewonnen hätten, wenn dieStadt hinlängliche bombensichere Räume besaß, um Garnison undVorräthe zu schützen. Nach vielfach gepflogenen Unterhandlungendes Generals Essen mit dem M. Brune, entschloß sich der Könignachzugeben, und wurde in einem am 18. abgehaltenen Kriegs-rathe beschlossen, Stadt und Festung, deren Vertheidigung keinenpolitischen und militärischen Zweck mehr habe, nebst dem auf denWällen befindlichen Geschütz und den Dänholm, der Bürgerschaftzu überlassen, um solche dem M. Brune gegen billige Bedingun-gen zur Kapitulation anzubieten. Man hatte bereits einige Tagezuvor angefangen, die Feld-Artillerie und einen Theil der Pulver-und Zeughaus-Vorräthe nach Rügen abzuführen. In Bezug aufden Dänholm nahm man indessen den frühern Beschluß zurück,und schloß ihn von der projektirten Uebergabe aus.
Als am 20. August früh die Batterieftücke der Wälle undAußenwerke vernagelt, die Laffetten zerstört worden waren, verließdie Garnison, mit Ausnahme von 3 finnischen Bataillonen, dieerst Anfangs August in Stralsund eingetroffen waren, die Festungund zog sich nach der Insel Rügen. Der zurückgebliebene Gene-ral Pepron begab sich noch an demselben Tage in Begleitungzweier Magiftratspersoncn in das feindliche Hauptquartier An-dershof. Der M. Brune wies alle Unterhandlungen ab, wennman ihm die Festung nicht in dem Zustande übergeben würde,in welchem sie sich zur Zeit befand. Es wurden somit den Fran-zosen die Thore sofort geöffnet und von Elite-Kompagnien mitdem Befehl besetzt, zum Schutz der Stadt Niemandem den Ein-tritt zu gewähren, bis die Einwohner vollständig über ihr Schick-sal beruhigt wären. 500 Geschütze, 2000 Centner Pulver undgroße Vorräthe fielen dem Feinde in die Hände.
Der M. Brune war nicht gesonnen, mit der Besitznahme vonStralsund den Feldzug als beendet zu betrachten; zur Sicherstel-lung seiner Eroberung schien ihm der Besitz des Dänholms undder Insel Rügen unerläßlich. Die Schweden hatten indessen nicht