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Zweiter Theil. Vierter Band.
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Dreißigstes Kapitel.

Die Blokade und Belagerung von Graudenz. )

^/ie Festung Graudenz auf dem hohen und steilen rechten Thal-rande der Weichsel, nach eigener Angabe Königs Friedrichs desGroßen auf 1800 Schritt Entfernung von der Stadt Graudenzangelegt, hatte im Jahre 1806 noch keinen Feind gesehen. Nureine Besatzung in hinlänglichen kasemattirten Räumen in sich fas-send, war sie in der günstigen Lage weder für die Besatzung, nochfür die Vorräthe, noch für bürgerliche Bewohner ein Bombarde-ment fürchten zu dürfen, mithin einen regelmäßigen Angriff biszum letzten Augenblick ausdauern zu können, wogegen die Fran-zosen, ihre im ganzen Kriege beliebte, und allerdings unter dengegebenen Umständen auch bewährte Angriffsart, nicht in Anwen-dung bringen konnten.

Da die Beste Graudenz keine große Hülfsmittel in sich faßte,welche ihr einen besonderen Werth verliehen hätten, sie keinen festenPunkt auf dem linken Weichselufer besaß, auch das leicht zu einemfesten Platz wieder herzustellende, günstiger gelegene Thor», früh-zeitig in die Hände der Franzosen fiel, so ließ Napoleon Grau-

1) S. das Planchen von Graudenz auf dem Uebersichtsblatt XVII. unddie betreffende Section der Schrötter'schcn Karte.