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Das Streifkorps des Generals Rouquette stand zur Zeit in Ma-rienwerdcr.
Am 30. Januar wurden noch 8 Gefangene von denBauern eingebracht und Abends rückten preußische Husaren-Ab-theilungen bis in die Nähe der Festung. Der Feind hatte inRehdcn Halt gemacht. Ein starker Patrouillcngang längs dergefrornen Weichsel wurde gegen die jenseits in ansehnlicher Stärkestreifenden Insurgenten nothwendig.
Am 2. Februar ging die Nachricht von dem weiter» Rück-zug der Hessen aus Rheden ein und eine dahin vorgehende Pa-trouille bestätigte sie. Napoleon hatte dem M. Lefebvre unterm27. Januar befohlen, beim Entsatz von Graudenz die Hessen mitder in Thorn unter seinem Befehl stehenden französischen Brigadezu vereinigen, dagegen die Festung auf dem linken Ufer durch diePolen beobachten zu lassen, und diese zu dem Ende so weit alsmöglich vorzuschieben.
Am 3. Februar wurde der Jäger-Lieutenant de Mareesmit 70 Jägern und 30 Schützen über die Weichsel gesandt; ervertrieb die Insurgenten aus den vorliegenden Niederungsdörfern,wurde aber genöthigt mit dem Verlust von 3 Mann sich zurück-zuziehen, als der Feind bedeutende Verstärkung von der Höhe her-anzog.
Am Abend wurde die Stadt Graudenz von 200 Mann mit2 Kanonen der Besatzung besetzt.
In der Nacht zum 4. Februar verließen die Insurgenten beiAnnäherung des Danziger Detaschements des Obersten Schäffervon Königin-Dragoner die Gegend jenseits Graudenz. *) Als-bald wurde der Jäger-Lieutenant Hennert mit 20 Jägern aufdas linke Ufer detaschirt.
Am 5. Februar wurden sämmtliche feindliche Kriegsgefan-gene, 115 an der Zahl, nach Danzig abgeführt.
Am 7. Februar wurde der Lieut. Hennert durch die wiedervordringenden Insurgenten auf das rechte Weichsel-Ufer zurückge-drängt und
1) S. Bd. 3. S. 340.