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Ergänzungen zu der Physiographie der Braunkohle / von C. F. Zincken
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Begleiter der Braunkohle.

Sachsen: Im Hangenden der Braunkohlengrube von Frohburg; zwischenLöschitz und Rüssen unweit Gaschwitz (beim Eisenbahnbau der MeuselwitzerBahn in 0,3 M. Tiefe gefunden), rothgelb ohne Kruste, nuss- bis wallnussgross,z. Th. in scharfkantige Stücke zerbrochen, meistens durchsichtig und durchschei-nend; unweit Kieritzsch beim Pflügen ein faustgrosses Stück gefunden; in derLausitz bei Grossröhrsdorf unweit Pulsnitz; bei Seitgendorf unweit Zittau, beiThalheim und Zschöllau unweit - Oschatz, in der Leipziger Sandgrube, bei Ma-chern, Posthausen und Grasshoff, bei Mehren unweit Meissen, bei Neukirchen,bei Nossen, in der Gegend von Ottendorf zwischen Chemnitz und Mittweida.

Prov. Sachsen: Kopsen unweit Weissenfels im Diluvium über der B.;Pommern: im feinen, geschiebeleeren weissen und gelben Sande aus Quarz-körnern und feinen Glimmerblättern in den Kr. Schewa, Stolpe, Rummelsburg,Bütow, Lauenburg.

Prov. Hannover: 55 Fundorte; Grh. Oldenburg 18 Fundorte; dieInseln und Watten: Böckum, Juist (bis 2 Pfd. schwer); Norderney, Baitrum,Langerog, Spickerog, Helgoland, Weserleuchttliurm auf dem hohen Wege, Lang-lütjensand; ferner (L. Aurich:) Larrott bei Emden, Nenndorf, Sandhorst, Neu-Schoo bei Esers, Mittel-Osterloog, Carolinengrode, Wilhelmshafen; (Oldenburg:)Schillingshörn au der westl. Küste des Jadebusens. Neuenburg, Varel, Volkers,Rastede, Venen, Oldenburg, Scharrel im Saterlande, Nutzhorn, Dwoberg (L. Osna-brück:) Lorup, Werlte, Iburg, Rothenfelde; Bahrenburg; (L. Stade:) Stade, Vre-men, Dingen, Wendewarden, Osterholz, Lettenbock, Weiher, Berg, Ritterhude,Lilienthal, Oyten, Grasdorfer Moor, Baden bei Achem, Rothenburg, Schäsel,Krautsand, Gravenort, Mündung der Mühe; (L. Lüneburg:) Insmühlen an derLewe, Harburg, Uetzingen, Soltau, Winsen an der Lühe, Lüneburg, Scharnebeck,Lüdersburg, Bleckede, Königsdorf im Wcndlande, Elbe bei Hitzacker, Dennen-berg, Servistorf an der Elbe, Gartow, Wirl; (L. Hildesheim:) Elzen am Ohberge;Gebiet von Bremen: Theisenradsdeich, Kimmerloh, Bremisch Osterholz; inund an der Elbe: Blankenese, 1 M. oberhalb Hamburg, Lauenburg; West-phalen zwischen Bielefeld und Paderborn im Teutoburger Walde; Herzog-thum Braunschweig: Frellstedt bei Helmstedt, Runnstedt. Im jüngsten Allu-vium findet sich der Bernstein von der Mündung der Elbe an bis an den ZuydcrSee; die Insel Urk mit skandinavischem Diluvium in demselben ist der west-lichste Fundort in den Niederlanden, an welchem Bernstein noch angetroffen ist;im Aussendeich bei Reede, auf den Dünen bei Borkum, Rottam und Ameland,im Marschlande von Winsum nördl. von Groningen.

Prov. Schlesien: bei Namslau, Frankenberg, Orlowitz Kr. Ribnik; Bern-stein ist an 100 Orten gefunden wmrden, besonders in den Kr. Trebnitz undOels, z. B. Lossen bei Brieg, Gleiwitz, Kunersdorf unweit Hirschberg; bei Bres-lau in der Oder ein 6 Pfd. schweres Stück.

Prov. Preussen: im Samlande findet sich der Bernstein hauptsächlich inden tertiären Schichten, während er in Westpreussen, Pommern, Schlesien unddem nördl. Deutschland im Alluvium und Diluvium, hauptsächlich im jüngern, an-getroffen wird. Längs der Ostseeküste sind Bemsteinablagerungen dadurch ge-bildet, dass Bernstein von den Meeresfluthen über niedrige Sandbänke geworfenund mit Sand und Schlamm bedeckt worden ist.

An der Ostseeküsto zwischen Danzig und Memel, im Samlande wird Bern-stein durch Gräbereien in den Sandbergen gewonnen und zwar am Nordrande *)bei Wangenkrug, Sassau, Gross- und Klein-Kuhren, am Westrande bei Rosen-

*) Im Bernstein sind nach C. Kunow 2 Schnecken (Helix) gefunden worden,welche das Vorhandensein von Laubhölzern im frühem Bernsteinwalde beweisen.