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Das Kriegswesen der Kaiserlichen und Schweden zur Zeit des dreissigjährigen Krieges : mit besonderer Rücksichtnahme auf Aufbringung, Ergänzung, Unterhalt und Kriegszucht der Truppen : nebst den Schlachten bei Breitenfeld und Lützen / bearbeitet und kritisch beleuchtet von J. Heilmann
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Die Compagnie hatte:

1 Hauptmann,

1 Lieutenant,

1 Fähndrich,

1 Feldwebel,

2 Führer,

1 Unterschreibet',

1 Feldscheerer,

1 Gefreiter-Corporal,

6 Korporale I. Klasse,

6 - II. -

20 Gefreite,

2 Tamboure oder Pfeifer.

Die Soldaten trugen weite Hosen, ein Camisol mitsehr weiten Aermeln, welches dicht am Leibe schloß. Mäntelwaren noch nicht im Gebrauch. Die Hüte hatten dieForm eines abgestutzten Kegels mit kleinen herabhängendenKrempen zur Basis, gleich den Hüten der holländischenMatrosen.

Die Pikeniere hatten als Schutzwaffen ein schußfreiesBruststück (s I'epreuve cke I'arguebuse), Halöberge, Arm»schienen, Blechschurz und eine eiserne Sturmhaube. Die Haupt-Angriffswaffe war die Pike, deren Länge zwischen 15 und18 Fuß wechselte; die Stange von Eschenholz hatte an ihremäußersten Ende eine zwei Zoll breite, zweischneidige und vorneingezackte eiserne Spitze, welche mittelst zweier Eisenbänderan der Stange befestigt war; am entgegengesetzten Ende wardie Pike mit Eisen beschlagen und endigte sich in einemStachel. Ein langer Degen hing an der linken Seite.

Die Musketiere, welche an die Stelle der Arkebusieregetreten waren, hatten als Schutzwaffe nur eine eiserne Sturm-haube, an deren Stelle sehr oft der oben erwähnte Hut trat.Die Offensivwäffen waren ein drei Fuß langer, breiter undam Ende gekrümmter Säbel und die Muskete mit Luntenschloß,welche Kugeln schoß, von denen 8 bis 10 auf das Pfund

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