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sich als Reserve--Kavallerie im Centrum. Die französischeCavallerie ergriff vor der bayerische», die imSchritt (!!) attakirte, die Flucht; Türenne wollte mitseiner Cavallerie die Scharte auswetzen, was fehlschlug, dochendlich entschied Kondö mit den Hessen den Sieg zu Gunstender Franzosen. Daß die französische Reserve-Cavallerie zurThätigkeit gekommen wäre, wird nirgends berichtet*).
Schließlich dürfte hier noch an die Vereinigung derArtillerie mit der Cavallerie gedacht werden. So sahen wirz. B. in der Schlacht bei Wittstock dem linken schwedischenCavallerieflügel eine unbekannte Zahl von Geschützen und inder Schlacht bei Janikau der Cavallerie Götzens 8 Geschützefolgen.
b. Schweden.
König Gustav Adolf nahm der Cavallerie eine Schienenach der andern, wie auch den mit der vollen Rüstung un-zertrennlichen Speer und schaffte die mit Bogen und Pfeilbewaffnete irreguläre Cavallerie ganz ab, an deren Stelledie Dragoner traten.
Beim Beginne des deutschen KriegeS bestand die schwe-dische Kavallerie aus Kürassieren und Dragonern; erstere bil-deten die schwere oder eigentliche, letztere die leichte Cavallerie.Die gesammte Cavallerie war in Regimenter und diese inESkadronS, und letztere in zwei Züge, jeder zu 32 oder 33Pferde getheilt. Die Eskadron war svhin 64 oder 66 unddaS Regiment bet 8 Eskadrons 512 oder 518 Pferde stark.Nach Bülow bestand zu vorerwähnter Zeit das Regiment aus8 Eskadrons oder 528 oder 576 Pferde. Die Zahl derESkadronS eines Regiments wechselte zwischen 4 und 12.
*) Zeitschrift für Kunst, Wissenschaft und Geschichte des Kriegc-Jahrgang 1830. S. 137. 138.