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Das Kriegswesen der Kaiserlichen und Schweden zur Zeit des dreissigjährigen Krieges : mit besonderer Rücksichtnahme auf Aufbringung, Ergänzung, Unterhalt und Kriegszucht der Truppen : nebst den Schlachten bei Breitenfeld und Lützen / bearbeitet und kritisch beleuchtet von J. Heilmann
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Aber nicht der schlechteste Theil des Heeres, fährt derMarkgraf fort, ist die Artillerie; denn zu unsern Zeiten kannkeine Armee, wie groß sie auch sei, weder zu Wasser, nochzu Lande etwas ausrichten, ohne eine genugsam bestellte Ar-tillerie." Zu einer Armee von 32,000 Mann, schlägt er anGeschütz vorr

6 Falkonets zu 3 Pfund,

6 doppelte FalkonetS zu 6 Pfund,

6 Feldstücke zu 12 Pfund,

12 halbe Karthaunen zu 24 Pfund,

6 ganze - - 48 ,

3 Mörser zu 8" im Diameter.

Diese Artillerie mußte mit allem Zubehör reichlich ver-sehen sein, und mußten sich außerdem an Feldrequisiten undSchanzzeug bei derselben befinden:

VOO Schubkarren,

10,000 Spaten, Hacken und anderes Schanzzeug,

1 Schiffbrücke,

1 Feld schmiede,

30 Petarden,

1 Brechzeug.

An Ammunition wurde für ein jedes Stück 500 Schüsseerfordert.

An Artillerkebedienten waren erforderlich:

1 General,

1 Generallieutenant,

1 Zeugmeister oder Commissär, der die Rechnn»-^ gen führt,

1 Oberzeugwart oder Oberstconstabel, unterdessenBefehl die Büchsenmeister und Hand-langer stehen,

1 Zeugschreiber,

9 Zeugdiener, die lesen und schreiben können,

9 Conducteurs oder Pulvermacher,

9 Pulverfaßmacher oder Binder, ^