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Das Kriegswesen der Kaiserlichen und Schweden zur Zeit des dreissigjährigen Krieges : mit besonderer Rücksichtnahme auf Aufbringung, Ergänzung, Unterhalt und Kriegszucht der Truppen : nebst den Schlachten bei Breitenfeld und Lützen / bearbeitet und kritisch beleuchtet von J. Heilmann
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Iransporl 292 Thlr.

1 Unterschreiber . . monatlich 14 -

1 Feldscheerer ... - 14 -

1 Gefreiter Korporal . - 14 -

6 Korporäle ä 12 Thlr. - 72 -

6 - ü 10 - - 60 -

20 Gefreite ä 8 Thlr. . - 160 -

300 Gemeine Knechte, inel. wöchent-lich jedem für Fleisch 15 Lr.,

für Zugcmüße 5 Gr., monatlich 258 - 15 Gr.

8umm» 884 Thlr. 15 Gr.

Bei der Reiterei erhielt monatlich ein Oberster 400,der Rittmeister 125, der Lieutenant 40, der Körnet 30, jederKürassier 24 Fl., wofür er Alles bestreiken mußte. Die AuS-bezahlung des Soldes geschah nach dem Falle des Friedlän-ders höchst unregelmäßig, und nicht selten kam es vor, daßder Sold, wie bei den Schweden, viele Monate rückständigblieb. Trafen alsdann Gelder ein, so wurden dieselben nachder Charge und Kopfzahl vertheilt, und im Lager, wo zuvorMeutereien auszubrechen schienen, herrschte alsdann das fröh-lichste und ungebundenste Leben.

Die LöhnungS- und Gage-Verhältnisse waren bei demschwedischen Heere im Allgemeinen und nur so lange, als derKönig lebte, geregelt. Dieselben waren zwar um vieles ge-ringer, als bei den Kaiserlichen, was jedoch durch die regel-mäßigere und richtigere Ausbezahlung hinreichend erseht wurde,und auch nur das einzige Mittel war, die geworbenen Trup-pen von Meutereien entfernt zu halten. Der zehnte Tag*)

*) Stettin, den 3. Septbr.Jetzt, obschon wir durch Okkupation dieser7 Stadt einigen Beistand bekommen, sind doch

unsere Ausgaben so erpassiv groß, daß es we-nig verschlägt, dawir jeden zehntenTag alleinzum Unterhalt des Fußvolks über 3V,OÜOThaler bedürfen."

Regist. für 1630. .